FinanzBusiness

Deutsche Bank untersucht Fehlverhalten in ihrer Investmentbank

Im Fokus steht ein Händler, der Unternehmenskunden auf der iberischen Halbinsel für sie ungeeignete Produkte verkauft haben soll.

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. | Foto: picture alliance / Foto Huebner

Die Deutsche Bank untersucht ein mögliches Fehlverhalten in ihrer Investmentbank. Das berichten mehrere deutsche Medien übereinstimmend. Zuvor hatte die Financial Times einen Artikel veröffentlicht, wonach die Gesellschaft komplexe Investment-Banking-Produkte an Kunden verkauft, für die diese gemäß Finanzmarkt-Richtlinie Mifid nicht geeignet waren.

Um Fokus der Untersuchung steht ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank, der laut Börsen-Zeitung einer niedrigen zweistelligen Zahl von Unternehmenskunden in Spanien sowie in einem Fall auch in Portugal für sie ungeeignete Finanzprodukte verkauft haben soll. Mit Hilfe entsprechender Erträge könnten Bonuszahlungen aufgepeppt worden sein.

Status des in Rede stehenden Mitarbeiters ist unklar

Laut Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wollte das Institut nicht kommentieren, ob der in Rede stehende Mitarbeiter freigestellt wurde oder die Deutsche Bank aus eigenem Antrieb verlassen habe.

Die Deutsche Bank bestätigte die Untersuchungen, nannte aber keine weiteren Details, schreibt die FAZ. Auch ließ das Institut offen, wann die Untersuchungen abgeschlossen sein werden.

Schlag ins Kontor

Bewahrheiten sich die Vorwürfe, wäre dies ein Schlag ins Kontor für die Reputation des Instituts, das in der Vergangenheit Strafen in zweistelligem Milliardenvolumen wegen Fehlverhaltens berappte und seither mehrfach Besserung gelobte, schreibt die Börsen-Zeitung zur Einordnung.

Deutsche Bank will Top-Performern höhere Boni zahlen 

Mehr von FinanzBusiness

Fusion der Landesbausparkassen im Süden kommt

Das grün-schwarze Kabinett in Stuttgart hat den Weg frei gemacht für die Verschmelzung der zwei süddeutschen Landesbausparkassen. Für das Zustandekommen der größten öffentlich-rechtliche Bausparkasse soll ein Staatsvertrag abgeschlossen werden.

Elke König gibt den SRB-Vorsitz ab

Der Franzose Dominique Laboureix folgt auf die ehemalige BaFin-Chefin, die seit 2015 an der Spitze des Abwicklungsfonds für notleidende Banken in der EU steht. Ihr Mandat konnte nicht verlängert werden.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten