FinanzBusiness

Deutsche Kreditwirtschaft unterstützt Stärkung des Anlegerschutzes

Die Bundesregierung zieht Konsequenzen aus der Insolvenz des Containeranbieters P&R und will in Zukunft die Verwendung von Mitteln besser überprüfen lassen. Der Dachverband bewertet den Referententwurf überwiegend als positiv, sieht aber auch noch Nachbesserungsbedarf.

Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK), Dachverband der einzelnen Spitzenverbände der deutschen Kreditinstitute, hat sich für den Referentenentwurf zur Stärkung des Anlegerschutzes ausgesprochen.

Dieser wurde Ende Dezember 2020 vorgelegt und setzt die verbliebenen umsetzungsbedürftigen Punkte aus dem "Maßnahmenpaket zur weiteren Stärkung des Anlegerschutzes" um. Das Maßnahmenpaket wurde vor dem Hintergrund der Insolvenz des Containeranbieters P&R von Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und Bundesministerium der Finanzen erarbeitet und im August 2019 veröffentlicht.

Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt, den Anlegerschutz zu verbessern.

Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV)

"Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt, den Anlegerschutz zu verbessern", kommentiert Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), der in diesem Jahr Federführer der DK ist.

Nachbesserungsbedarf bei Beaufsichtigung

Besonders positiv bewertet die DK die Vorschläge zur Mittelverwendungskontrolle durch einen unabhängigen Dritten wie etwa Anwälte oder Wirtschaftsprüfer, die die Verwendung der Mittel prüfen und deren Ergebnisse auch veröffentlicht werden sollen. Auch den Vertrieb von Vermögensanlagen nur durch Intermediäre wie Vermittler und Berater erfolgen zu lassen, ist nach Ansicht der DK ein Schritt in die richtige Richtung.

Kritisch sieht die DK allerdings nach wie vor die Beaufsichtigung der Finanzanlagenvermittler. Im Interesse des Anlegerschutzes sollte die Aufsicht "endlich" auf die BaFin übertragen werden, heißt es in der entsprechenden Mitteilung.

Bundesregierung will Aufsicht über Finanzanlagevermittler bei der BaFin bündeln 

Mehr von FinanzBusiness

Banken sehen sich für beginnenden Geldboten-Streik gewappnet

Während Dortmunder Volksbank und Stadtsparkasse München sich gut vorbereitet wähnen, ist man bei der Hamburger Sparkasse und der Nassauischen Sparkasse gar nicht vom Warnstreik betroffen. Größere Institute wie Commerzbank und ING empfehlen Kunden im Vorfeld bereits den Umstieg auf andere Zahlweisen.

Sparkassen halten zu Verbandsentscheidung

Der Deutsche Sparkassen und Giroverband (DSGV) hat den Kryptowährungen beziehungsweise dem Handel damit eine Absage erteilt. Eine Umfrage von FinanzBusiness zeigt: Die einzelnen Sparkassen sehen das ähnlich.

Bitpanda dementiert abweichende Zahl der Kündigungen

Offiziell heißt es, Bitpanda habe rund 270 Mitarbeitern gekündigt. Im Netz kursierende, stark abweichende Zahlen bezeichnet das Unternehmen als ”reine Spekulation”. Auch zum Tag des Rauswurfs äußert sich Bitpanda gegenüber FinanzBusiness.

Stühlerücken im Vorstand der Solarisbank

Wie geplant zieht Payment-Expertin Chloé Mayenobe in den Vorstand des Fintech ein - übernimmt aber auch mehr Aufgaben. Gleichzeitig verlässt Chief Commercial Officer Jörg Diewald den Banking-as-a-Service-Anbieter ”aus persönlichen Gründen”.

Lesen Sie auch

Mehr dazu