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Deutsche Bank friert Geschäftsbeziehung zu Donald Trump ein

Das Institut will kein Neugeschäft mit dem Noch-US-Präsidenten tätigen, berichtet unter anderem das Handelsblatt auf seiner Webseite unter Berufung auf Finanzkreise.

Donald Trump | Foto: picture alliance / AA | Metin Aktas

Die Deutsche Bank geht offenbar auf Distanz zu ihrem wohl prominentesten US-Kunden, Noch-Präsident Donald Trump. Das Institut will kein Neugeschäft mehr mit den Familienunternehmen von Trump eingehen, berichten mehrere Medien, unter anderem das Handelsblatt online, übereinstimmend.

In den Berichten, die sich auf nicht näher definierte Finanzkreise berufen, heißt es, dass die Deutsche Bank kein Neugeschäft mehr mit der Trump Organisation eingehen will.

Obwohl die Deutsche Bank "zu Kundenbeziehungen keine Stellung nimmt", ist es ein offenes Geheimnis, dass das Institut nicht nur die Hausbank Trumps ist, sondern auch der wichtigste Geldgeber seines Firmenkonglomerats.

Mit 300 Mio. Dollar in der Kreide

Laut dem Handelsblatt steht Trump bei der Deutschen Bank noch mit mehr als 300 Mio. Dollar in der Kreide. Die Kredite an den Noch-Präsidenten sollen in den Jahren 2023 und 2024 fällig werden.

In der vergangenen Woche, als Trumps Anhänger das US-Kapitol in Washington währestürmten, hatte es die Deutsche Bank noch abgelehnt, sich offiziell zu äußern. Vorstandsmitglied Christiana Riley, die das Amerika-Geschäft verantwortet, fand auf ihrem Linkedin-Account dennoch deutliche Worte für die Ereignisse, bei denen mehrere Menschen ums Leben gekommen sind.

Deutsche-Bank-Vorständin Riley spricht von einem "schwarzen Tag für Amerika"

Trumps Bankerin in der Niederlassung an der Wall Street, Rosemary Vrablic, ist im Alter von 60 Jahren Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen. Sie war in der Wealth Management Division der größten deutschen Geschäftsbank tätig und unter anderem Verantwortliche für die Geschäfte mit Noch-US-Präsident Donald Trump.

Trumps Deutsch-Bankerin geht in den Ruhestand 

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