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Schindler prognostiziert Höhenflug für Asset Management-Branche

Union Investment-Vorstand Alexander Schindler setzt als neuer Präsident des Bundesverbands Investment und Asset Management vor allem auf die Themen Nachhaltigkeit und Altersvorsorge. Den Skandal im eigenen Haus sieht er gelassen.

Asset-Management (Symbolbild) | Foto: Coloubox

Alexander Schindler, Vorstand von Union Investment, ist seit September neuer Präsident des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI). Zur Amtsübernahme gibt er sich im Interview mit der Börsenzeitung optimistisch, sieht seine Branche im Höhenflug: "Wir sind eine Wachstumsbranche innerhalb der Finanzwelt."

Das verwaltete Vermögen habe sich im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt, in diesem Tempo werde es wohl auch weitergehen, so Schindler. "Die Vermögen der europäischen Haushalte werden weiterwachsen, davon bin ich überzeugt. Gleiches gilt für die langfristig orientierten, institutionellen Anleger, die ihre Anlagen höher verzinst haben müssen als ihre Verbindlichkeiten."

Die großen Themen: Nachhaltigkeit und Altersvorsorge

Chancen erkennt er zudem beim Thema Altersvorsorge – sie werde "mehr über den Kapitalmarkt gehen, davon werden wir als Fondsanbieter profitieren", sagt er.

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Was den Fall in meiner eigenen Gesellschaft angeht: Auch hier zeigt sich, dass die Sicherungsmechanismen funktionieren.

Alexander Schindler, Vorstand Union Investment und BVI-Präsident

Von der Coronakrise sieht Schindler seine Branche entsprechend unberührt, trotz Insolvenz von Asana Invest und dem Skandal um einen namhaften Fondsmanager aus dem eigenen Haus. "Meine Stimmung ist relativ gut, nichts davon wirft mich um", erklärt er im Gespräch mit der Zeitung.

"Was den Fall in meiner eigenen Gesellschaft angeht: Auch hier zeigt sich, dass die Sicherungsmechanismen funktionieren. Denn ohne das Zusammenwirken von Banken, BaFin, Staatsanwaltschaft und unserem Haus wäre es nicht zu einer Aufdeckung eines solchen Verhaltens gekommen."

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Als BVI-Präsident will sich Schindler in den kommenden zwei Jahren vor allem um Nachhaltigkeitsstandards und das große Thema Altersvorsorge einsetzen – beides auch mit Blick auf Vorgaben durch die EU. "Wenn wir bei diesen beiden Themengebieten entscheidende Schritte vorwärts machen, dann bin ich zufrieden", betont er.

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