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Negativzinsen sind regional sehr ungleich verteilt

Immer mehr Institute erheben für Privatkunden Negativzinsen. Absolut gesehen, sitzen die meisten der Banken in Westdeutschland, relativ gerechnet aber in Ostdeutschland.

Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH | Foto: Verifox

Der Trend, Negativzinsen auch für den kleinen Sparer zu erheben, wird bei den deutschen Instituten immer populärer. Mittlerweile erhebt laut einem Verivox-Vergleich mehr als jedes fünfte Institut Strafzinsen.

Die meisten Institute in Bayern

Auf Basis der 709 untersuchten Banken ergab die Auswertung, dass 157 Institute Negativzinsen für Privatkunden ausweisen. Die meisten Banken mit Negativzinsen gibt es in Bayern (44), Baden-Württemberg (26) und Nordrhein-Westfalen (20), allerdings sitzen es hier auch insgesamt besonders viele Kreditinstitute.

Gemessen an der Anzahl der Banken, verlangen daher Institute in Ostdeutschland relativ gesehen am häufigsten ein sogenanntes Verwahrentgelt. Fast die Hälfte (45 Prozent) der ostdeutschen Banken weist in ihrem Preisaushang Negativzinsen aus.

Allerdings trifft die Niedrigzinspolitik der EZB die Banken in den neuen Bundesländern auch besonders hart.

Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH

"Allerdings trifft die Niedrigzinspolitik der EZB die Banken in den neuen Bundesländern auch besonders hart. Viele Geldhäuser der Region haben hohe Einlagenüberschüsse und müssen selbst Strafzinsen zahlen, wenn sie diese bei der Zentralbank parken", erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH, das Ungleichgewicht.

Eine tagesaktuelle Übersicht über Institute, die Negativzinsen erheben, hat Verivox hier zusammengestellt. Verbraucherschützer kritisieren die Entscheidungen der Institute immer wieder, gegen die Sparkasse Vogtland ging die sächsische Verbraucherzentrale sogar vor Gericht.

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