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KfW rückt wegen Wirecard-Krediten ins Visier der Strafermittler

Staatliche Förderbank bestätigt Durchsuchungen ihrer Geschäftsräume und kooperiert mit den Behörden.

Die KfW Ipex Bank in der Zeppelinallee 8 in Frankfurt am Main | Foto: picture alliance

Die staatliche Förderbank KfW ist wegen der Kreditvergabe an den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard ins Visier der Ermittler geraten.

Ein Sprecher des Instituts bestätigte FinanzBusiness auf Nachfrage, dass die Geschäftsräume der KfW Ipex-Bank von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht worden sind. Die Ermittler seien bereits vor 14 Tagen tätig geworden, so der Sprecher weiter.

KfW kooperiert

Weitere Details wollte er mit Blick auf das laufende Verfahren nicht nennen, betonte aber, dass die KfW mit den Behörden kooperiere.

Derweil berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Frankfurter Staatsanwaltschaft, dass es bei den Ermittlungen um den Anfangsverdacht der Untreue gehe. Demnach hatte die staatliche Förderbank dem insolventen Zahlungsdienstleister 2018 eine Kreditlinie über 100 Mio. Euro gewährt und noch im vergangenen Jahr verlängert, ohne sich mit Absicherungsgeschäften gegen etwaige Verluste zu schützen.

Die Kreditlinie wurde mittlerweile aber verkauft. Dass die KfW ihren Kredit zum großen Teil abschreiben muss, ging bereits aus dem vorläufigen Insolvenzbericht von Michale Jaffé hervor.

KfW IPEX-Bank hat Wirecard-Kredit verkauft 

Untersuchungsausschuss vor dem Start

Die Causa Wirecard wird in dieser Woche auch in Berlin hochkochen. Dann soll der Untersuchungsausschuss des Bundestages seine Arbeit aufnehmen. Letzte Details soll der Geschäftsordnungsausschuss des Bundestages am Mittwoch klären, hieß es vom Büro des FDP-Politikers Florian Toncar.

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