Großanleger haben den Corona-Crash an den Finanzmärkten im März verstärkt

Erste Vorschläge für eine stärkere Regulierung will der internationale Finanzstabilitätsrat (FSB) im nächsten Jahr vorlegen und nimmt zum Auftakt Geldmarktfonds in den Blick.
Randal Quarles, Vorsitzender des Financial Stability Board (FSB) | Foto: picture alliance/dpa/CNP
Randal Quarles, Vorsitzender des Financial Stability Board (FSB) | Foto: picture alliance/dpa/CNP
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Aufsichtsbehörden in aller Welt wollen nach den Finanzmarktturbulenzen in der Corona-Krise die Regeln für Fonds und Schattenbanken verschärfen. Großanleger hätten den Corona-Crash an den Finanzmärkten im März verstärkt, schreibt der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Regeln für Marktteilnehmer 'abseits der klassischen Banken'

Erste Vorschläge für eine stärkere Regulierung will die Organisation im nächsten Jahr vorlegen. Damit will sie zunächst Geldmarktfonds widerstandsfähiger machen. Im Jahr 2022 sollen neue Regeln für andere Teile der Finanzwirtschaft abseits der klassischen Banken folgen.

Unterstützung der Notenbanken in der Corona-Krise entscheidend

Nach Ansicht des Rats hätte die Corona-Krise in diesem Jahr deutlich schlimmer auf die Finanzmärkte durchgeschlagen, wenn wichtige Notenbanken nicht mit unterstützenden Maßnahmen im bisher ungekannten Ausmaß eingeschritten wären. "Es ist klar, dass wir etwas unternehmen müssen, um diese Probleme anzugehen", sagte FSB-Vorsitzender Randal Quarles. Das Finanzsystem bleibe verletzlich, weil die Strukturen und Mechanismen, die die Turbulenzen verstärkt hätten, weiter existierten, so der Vorsitzende weiter.

Der in Basel bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich angesiedelte Finanzstabilitätsrat hat den Auftrag Schwachstellen des internationalen Finanzsystems identifizieren, Vorschläge zu ihrer Beseitigung unterbreiten und deren Umsetzung überwachen. Mitglieder im FSB sind Notenbanken, Finanzministerien und Aufsichtsbehörden aus den führenden Wirtschaftsnationen (G20) sowie aus Hongkong, den Niederlanden, Spanien, Singapur und der Schweiz.

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