FinanzBusiness

BaFin untersagt Mitarbeitern Anlagen in beaufsichtigte Unternehmen

Dabei reicht schon die Zuständigkeit der Bonner Behörde für eine Tochtergesellschaft aus.

BaFin-Gebäude am Dienstsitz Frankfurt am Main | Foto: Quelle: BaFin

Als Konsequenz aus dem Wirecard-Skandal untersagt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihren Beschäftigten Anlagen in Finanzinstrumente von Unternehmen, die ihrer Aufsicht unterstehen.

Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich auf Reuters. Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies bestätigte die Änderungen.

Das ist ein guter und notwendiger Schritt, den die BaFin im Vorgriff auf unsere Reformpläne jetzt schon geht.

Jörg Kukies, Staatssektretär, Bundesfinanzministerium

"Das ist ein guter und notwendiger Schritt, den die BaFin im Vorgriff auf unsere Reformpläne jetzt schon geht", zitiert das Handelsblatt Kukies.

Konkret sind Geschäfte mit Finanzinstrumenten, also Aktien, Anleihen und Derivaten von Unternehmen, die von der Bonner Behörde beaufsichtigt werden, tabu. Dabei reicht schon die Zuständigkeit für eine Tochtergesellschaft aus. Außerdem gilt das Verbot für alle EU-Finanzfirmen, auch wenn sie nicht unter BaFin-Kontrolle fallen.

Kukies ist Vorsitzender des BaFin-Verwaltungsrats. Im Zuge der Aufarbeitung des Skandals um den insolventen Zahlungsdienstleister hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz den Umbau der Finanzaufsicht angekündigt.
Scholz will Kritiker in BaFin-Reform einbinden 

Mehr von FinanzBusiness

BaFin macht den Banken keinen Druck in Sachen AGB-Urteil

Wenn es um die Auswirkungen des BGH-Urteils auf die Bilanzen der Institute geht, gibt die Behörde Entwarnung. Auch bei Kontokündigungen bleiben die Aufseher entspannt. Einen kleinen Warnschuss in Richtung der Institute geben sie aber trotzdem ab.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Trial banner

Neueste Nachrichten

Finanzjob