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Panetta mahnt trotz hoher Inflation zu Geduld bei geldpolitischer Linie

Die Europäische Zentralbank dürfe den Aufschwung nicht durch eine verfrühte geldpolitische Straffung in Gefahr bringen, sagte der EZB-Direktor in Paris.

Fabio Panetta, Mitglied des EZB-Direktoriums | Foto: EZB

Trotz der derzeit erhöhten Inflation sollte die Europäische Zentralbank laut EZB-Direktor Fabio Panetta ihre lockere Linie beibehalten.

Man müsse geduldig bleiben, sagte Panetta in einer Rede in Paris. Dies gelte, solange sich der Preisschub nicht in den Inflationserwartungen niederschlage und sich auch nicht auf die Lohnrunden in einer "destabilisierenden Weise" auswirke. Die Europäische Zentralbank dürfe den Aufschwung nicht durch eine verfrühte geldpolitische Straffung in Gefahr bringen.

Absage an Lohn-Preis-Spirale

Mit Blick auf eine mögliche Lohn-Preis-Spirale sagte Panetta, die Dynamik der Lohnstückkosten bleibe vorerst gedämpft. "Und da nach der Pandemie mit einem Produktivitätsanstieg zu rechnen ist, werden die Auswirkungen steigender Löhne auf das Wachstum der Lohnstückkosten tendenziell geringer ausfallen", so Panetta.

EZB nimmt Lohn-Preis-Spirale in den Blick

Auch nach einem Ende des Corona-Notprogramms PEPP würden Wertpapierkäufe eine wichtige Rolle in der geldpolitischen Ausrichtung der EZB spielen. Dabei müsse Flexibilität künftig zum "integralen Element" gemacht werden.

Der vormalige Gouverneur der italienischen Notenbank ist seit 2020 Mitglied im EZB-Direktorium und ist dort unter anderem für internationale und europäische Beziehungen zuständig.

Die EZB lässt sich beim Digital-Euro nicht stressen

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