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Vivid erweitert Angebot um Aktien- und ETF-Handel

Die im vergangenen Jahr gestartete Smartphone-Bank mischt jetzt auch im Geschäft mit Aktien- und ETF-Handel mit. Kunden können ab einem Cent unbegrenzt und kostenlos traden.

Alexander Emeshev, Mitgründer von Vivid | Foto: Vivid Money

Vivid Money fügt dem Girokonto eine Trading-Funktion hinzu. Kunden können schon mit nur einem Euro-Cent direkt in Aktien und ETFs aus den USA sowie der Europäischen Union investieren. Das Traden soll dabei zudem unbegrenzt und provisionsfrei sein.

Zudem sollen Kunden auch mit Mikrobeträgen in rund 1.000 Aktien wie Apple, Google und Amazon sowie zahlreiche ETFs  investieren können. "Unsere KundInnen haben auch die Möglichkeit, in Teilaktien zu investieren. Vivid macht damit Investitionen für jeden zugänglich", erklärt Alexander Emeshev, Mitgründer von Vivid das Konzept.

Unsere KundInnen haben auch die Möglichkeit, in Teilaktien zu investieren. Vivid macht damit Investitionen für jeden zugänglich.

Alexander Emeshev, Mitgründer von Vivid

Die Kunden können das Geld direkt von ihrem Hauptkonto aus investieren und auch zurück überweisen, also in Echtzeit traden - was spontane Aktienkäufe leichter macht. Auch wenn die einzelnen Trades gebührenfrei sind, fällt beim Kauf und Verkauf von US-Aktien ein Aufschlag für den Währungstausch von 0,5 Prozent des Wertes an.

Umsetzung mit CM-Equity

Bei dem Angebot arbeitet das Fintech mit dem Finanzdienstleister CM-Equity aus München zusammen, der in Europa auch mit der US-Kryptobörse Binance kooperiert.

Als zentraler Kontrahent für jeden Handel ist CM-Equity für dessen Ausführung verantwortlich.

"Unsere API-gesteuerte technische Infrastruktur ermöglicht Vivid, die Produkte zu skalieren, und dank unserer Finanzdienstleistungslizenzen können rechtlich konforme sowie nahtlose One-Stop-Lösungen für AnlegerInnen entwickelt werden”, sagt Michael Kott, Gründer und CEO von CM-Equity AG.

Unsere API-gesteuerte technische Infrastruktur ermöglicht Vivid, die Produkte zu skalieren, und dank unserer Finanzdienstleistungslizenzen können rechtlich konforme sowie nahtlose One-Stop-Lösungen für AnlegerInnen entwickelt werden.

Michael Kott, Gründer und CEO von CM-Equity AG.

Vivid war im Sommer 2020 als Smartphone-Bank in Deutschland gestartet und macht seitdem N26, Revolut und Co. Konkurrenz. Das 2019 in Berlin gegründete Fintech präsentiert sich mit seiner App als "die erste mobile Finanzplattform fürs tägliche Banking, Sparen und Investieren".

Vivid Money startet neue Smartphone-Bank in Deutschland 

In einer Finanzierungsrunde hatte man  im November 15 Mio. Euro für die weitere Expansion und Produktentwicklung eingesammelt und wurde mit 100 Mio. Euro bewertet . Auch das neue Trading-Angebot ist daher Teil der Wachstum-Strategie von CEO Emeshev, der im Gespräch mit FinanzBusiness im Zuge der Finnazieurngsrunde ein klares Ziel definierte. "Wir streben definitiv an, innerhalb des ersten Jahres nach unserem Launch, also bis Mitte nächsten Jahres, 100.000 Kunden zu erreichen."

Vivid plant mit 100.000 Kunden bis Mitte 2021 

Der Handel mit Wertpapieren hat zuletzt eine hohes Interesse erfahren. Nicht erst seit dem Gamestop-Hype meldeten Broker wie Trade Republic, Flatexdegiro oder Smartbroker in den vergangenen Wochen und Monaten Rekorde, weil Kunden sich verstärkt den Börsen zuwendeten. Vor kurzem warnte die BaFin davor, Investitionstipps aus sozialen Meiden zu beziehen.

BaFin warnt Anleger vor Reddit und Co.  

Die Vor- und Nachteile der aktuellen Börsen-Rallye hat man bei Vivid dabei offensichtlich vor Augen: Uninformiert will das Fintech die eigenen Kunden nämlich nicht auf den Aktienmarkt loslassen.

“Aktuell entdecken Millionen von Menschen zum ersten Mal die Welt des Aktienhandels", erläutert Alexander Emeshev in einer Mitteilung. Mit einem umfassenden Lehrbuch sollen Kunden auf das Traden vorbereitet werden. "Damit sollen alle KundInnen in der Lage sein, Investitionsabläufe besser zu verstehen, aber auch Chancen sowie Risiken zu erkennen”, so Emeshev.

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