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Bitwala profitiert vom Bitcoin-Boom

Das Berliner Fintech vermeldet 140.000 Neukunden im Jahr 2020 - und sieht sich nun als zweitgrößter Neobroker in Deutschland. Das enorme Kundeninteresse am Bitcoin hilft Bitwala im Januar 2021, erstmals im operativen Geschäft schwarze Zahlen zu schreiben.

Ben Jones, CEO von Bitwala | Foto: Bitwala

Im Jahr 2020 hat das Berliner Fintech 140.000 Neukunden gewonnen. Damit nutzen nun insgesamt 200.000 Menschen in 32 europäischen Ländern die App. Von der 7-Millionen-Kunden-Marke, die Marktführer N26 kürzlich für den deutschen Markt meldete, ist man damit noch deutlich entfernt. Auch Revolut hat in Deutschland bereits rund 350.000 Kunden.

Die Berliner unterscheiden sich von der Konkurrenz, indem die bereits seit längerem auf Bitcoin-Banking setzen - und dürften damit überdurchschnittlich vom derzeitigen Hype um den Bitcoin profitieren. Das Interesse und der Preisauftrieb der bekanntesten aller Kryptowährungen halten an und haben dem Bitcoin im Wochenverlauf einen neuen Rekord von 50.000 Dollar pro Bitcoin erreicht.

Bitwala-Kunden dürfte das freuen. Nach Angaben des Fintechs war bereits Ende 2020 durch den kräftigen Anstieg des Bitcoin-Kurses ihr Gesamtvermögen auf mehr als 100 Millionen Euro gestiegen - vor rund zwei Monaten lag der Kurs der Kryptowährung bei etwa 30.000-Dollar. Der Bitcoin-Rummel erfreut aber vor allem auch die Neobanker selbst: In den vergangenen Wochen hat sich die Ertragsentwicklung dahingehend beschleunigt, dass im Januar operativ schwarze Zahlen erreicht worden sind, geht aus der Mitteilung weiter hervor.

Bitwala im Januar 2021 profitabel - Marketing ausgeklammert

"Durch das ganze Jahr 2020 konnte Bitwala die Profitabilität kontinuierlich ausweiten: so stieg die Deckungsquote in 2020 auf über 50 Prozent, so dass - getrieben durch das starke Kundenwachstum im Januar 2021 - der operationelle Break-even erreicht wurde", sagt Christoph Iwaniez, CFO von Bitwala, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Durch das ganze Jahr 2020 konnte Bitwala die Profitabilität kontinuierlich ausweiten: so stieg die Deckungsquote in 2020 auf über 50 Prozent, so dass - getrieben durch das starke Kundenwachstum im Januar 2021 - der operationelle Break-even erreicht wurde.

Christoph Iwaniez, CFO von Bitwala

Damit sei das Gesamtergebnis abzüglich der Aufwendungen für Marketing und das Onboarding neuer Kunden positiv gewesen. "Für dieses Jahr haben wir uns vorgenommen, unsere Präsenz und unsere Marke weiter auszubauen."

Das Fintech profitiert von Wechslern

Seit Sommer 2020 können Bitwala-Kunden ihre Bitcoin auch investieren und damit monetarisieren. Bitwala sei damit der einzige Service in Deutschland bei dem Kunden ihre gehaltenen Bitcoin für sich arbeiten lassen können, so das Fintech. Denn anderswo können Kunden ihre Bitcoin nur halten.

Mit dem Ertragskonto verdienten Nutzer bei Bitwala seit dem Start im Sommer 2020 mindestens 4 Prozent Ertrag, was sich inzwischen auf über 20 Bitcoin (ca. 850,000 Euro) an Erträgen summiert, die an die Kunden ausgezahlt wurden. Die Anlage ist jederzeit kündbar und Kunden bekommen Auszahlungen immer montags per Push-Nachricht, heißt es in der Mitteilung weiter.

Reger Handel

Zudem sind die Bitwala-Kunden offensichtlich aber auch rege Händler. "Inzwischen kann Bitwala sehr gut von der mit nur einem Prozent wettbewerbsfähigen Handelsgebühr leben", schreibt das Fintech in einer Mitteilung. Das Scale-Up sei damit nur zwei Jahre nach dem Start des Bankdienstes im Januar erstmals operationell profitabel.

Unsere Kunden haben unsere mobile App, die Anlagen in Bitcoin alltagstauglich macht, während der Corona-Krise häufig weiterempfohlen

Ben Jones, CEO und Gründer von Bitwala

"Unsere Kunden haben unsere mobile App, die Anlagen in Bitcoin alltagstauglich macht, während der Corona-Krise häufig weiterempfohlen", erklärt Ben Jones, CEO und Gründer von Bitwala die steigenden Zahlen.

Expansion auch im Team

Auch das Team ist im Laufe des vergangenen Jahres stark gewachsen, auf über 100 Mitarbeiter. "Aktuell haben wir 40 offene Stellen, Tendenz steigend. Daher haben wir uns voll der Zeit angepasst und stellen Mitarbeiter auch komplett remote ein”, erklärt Ben Jones, der die technische Leitung, die er über lange Jahre hatte, nun an Peter Lindgren (Ex-Klarna) abgibt.

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