Paypal setzt inaktive Nutzer mit einer Strafgebühr unter Druck

Der Bezahldienst hat Kunden in Europa mit einer neuen Gebühr aufgeschreckt - Deutschland ist nicht betroffen, zeigen Recherchen von FinanzBusiness.
Deutsche, die zwar bei Paypal angemeldet sind, aber Dienst nicht nutzen, werden von Strafgebühren verschont (Symbolbild) | Foto: Colourbox
Deutsche, die zwar bei Paypal angemeldet sind, aber Dienst nicht nutzen, werden von Strafgebühren verschont (Symbolbild) | Foto: Colourbox

Sich anmelden, Paypal dann aber gar nicht nutzen: Das soll in weiten Teilen Europas ein Ende haben. Das Unternehmen führt ab 16. Dezember in 44 der 50 Länder, in denen es auf dem Kontinent unterwegs ist, eine Strafgebühr für inaktive Kunden ein.

"Hiervon ausgenommen sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien und Irland sowie Paypal-Privatkonten in Spanien und Ungarn", so eine Unternehmenssprecherin zu FinanzBusiness.

Der Konzern setzt diesen Hebel also sehr gezielt ein, und geht dabei ähnlich vor wie Netflix - der Streamingriese hatte inaktiven Kunden im Mai mit Rauswurf gedroht.

Paypal will ebenfalls vorab informieren, insgesamt drei Mal per E-Mail. "Wenn ein Kunde sich daraufhin in sein PayPal-Konto einloggt oder Geld sendet, gilt sein Konto wieder als aktiv und es fällt keine Gebühr an", erklärt die Sprecherin.

Deutschland ist für Paypal der drittgrößte Markt

Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln. Deutschland ist mit aktuell 25,6 Mio. aktiven Kunden der drittgrößte Markt für Paypal. Wie viele Inaktive hier noch hinzukommen, lässt der Konzern auf Nachfrage offen - genau wie seine Strategie für Europa insgesamt.

Dass die neue Regel in sechs Ländern nicht oder nur eingeschränkt greifen soll: Paypal lehnt weitere Antworten dazu ab.

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