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Scholz will private Weltwährung nicht zulassen

Bundesfinanzminister lässt derzeit die überarbeiteten Pläne der Libra Association zur Einführung der Digitalwährung überprüfen, wie das Handelsblatt berichtet.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz | Foto: Picture-Alliance / AA

In Deutschland wächst der Widerstand gegen die neuen Pläne von Libra, ihre globale Weltwährung mit einem abgeänderten Konzept doch noch regulatorisch durchzusetzen.

„Eine private Weltwährung werden wir nicht zulassen. Das Währungsmonopol muss in der Hand der Staaten bleiben“

Olaf Scholz, Bundesfinanzminister gegenüber Handelsblatt

„Eine private Weltwährung werden wir nicht zulassen. Das Währungsmonopol muss in der Hand der Staaten bleiben“, erklärt Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gegenüber dem Handelsblatt.

„Wichtig ist, dass die Euro-Zone bei digitalen Bezahlverfahren zügig wettbewerbsfähig wird. Wir müssen die neuen Libra-Pläne und die Ankündigung Chinas ernst nehmen, digitales Zentralbankgeld zu erproben“, sagte Scholz. Er setzt auf „innovative europäische Antworten auf diese Initiativen.“ Ein starkes und souveränes Europa müsse hier unabhängig handeln können.

Wichtig ist, dass die Euro-Zone bei digitalen Bezahlverfahren zügig wettbewerbsfähig wird. Wir müssen die neuen Libra-Pläne und die Ankündigung Chinas ernst nehmen, digitales Zentralbankgeld zu erproben

Olaf Scholz, Bundesfinanzminister gegenüber Handelsblatt

Scholz lässt derzeit prüfen, inwieweit der neue Libra-Plan den bisherigen Bedenken der EU-Staaten Rechnung trägt, die diese in einer gemeinsamen Erklärung am 5. Dezember formuliert hatten.

Die Beurteilung hängt laut Bundesfinanzministerium auch von der konkreten Ausgestaltung des Geschäftsmodells ab. Die lasse das neue Konzeptpapier weiter offen.

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