KfW rechnet mit mehr Fördergeld-Anträgen

Bislang seien 34.000 Zuschussanträge für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen mit einem Volumen von 507 Mio. Euro gestellt worden. Auch vergünstigte Förderkredite sind möglich.
Katharina Herrmann, Mitglied des Vorstands der KfW. | Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Meyer/OSTKREUZ
Katharina Herrmann, Mitglied des Vorstands der KfW. | Foto: KfW-Bildarchiv / Thomas Meyer/OSTKREUZ

Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit steigender Nachfrage nach Fördergeld für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen. ”Wir sind erst in der zweiten Phase. Unsere Zahlen zeigen, dass die Förderung gut ankommt”, sagte die für das Fördergeschäft im Inland zuständige KfW-Vorständin Katharina Herrmann in Frankfurt. Bis Ende Mai sagte die KfW demnach rund 34000 Zuschussanträge mit einem Gesamtvolumen von 507 Mio. Euro zu. 

Gefragt waren vor allem Wärmepumpen (zwei Drittel aller neuen Anlagen), an zweiter Stelle standen Biomasseheizungen (22 Prozent), an dritter Solarthermie. Die Heizungsförderung sei ein wichtiger Baustein der Energiewende im Gebäudesektor, der rund ein Drittel der C02-Emissionen verursache, sagte Herrmann.

Verdopplung seit der zweiten Phase

Eigentümer bestehender Einfamilienhäuser, die diese selbst bewohnen, können seit dem 27. Februar staatliches Fördergeld für den Austausch alter Gas- und Ölheizungen gegen klimafreundlichere Alternativen beantragen. Seit 28. Mai gilt das auch für private Eigentümer von Mehrfamilienhäusern - also Vermieter - sowie Wohnungseigentümergemeinschaften etwa mit Zentralheizung. Mit der zweiten Stufe habe sich die Zahl der Anträge pro Woche verdoppelt, berichtete Herrmann.

Im August starten dann private Vermieterinnen und Vermieter von Einfamilienhäusern, ebenso Inhaber in Wohnungseigentümergemeinschaften, die die Heizung in der eigenen Wohnung erneuern möchten. Auch Kommunen und Unternehmen können dann Anträge stellen.

Maximal 70 Prozent an Förderung möglich


Maximal 70 Prozent an Förderung ist möglich - je nach Voraussetzungen. Für jeden, ob Wohn- oder Geschäftsgebäude, sind 30 Prozent vorgesehen. Hinzu kommen verschiedene Boni, die kombiniert werden können. 

Förderkredit via Hausbank

Hausbesitzer, die eine Zusage für den Heizungstausch von der KfW haben, können zudem einen zinsgünstigen KfW-Förderkredit bei einem Institut beantragen - in der Regel bei der Hausbank.



”Die Ausstattung mit Fördermitteln wird von uns als ausreichend angesehen”, sagte Herrmann. Für das laufende Jahr sind laut Bundeswirtschaftsministerium rund 16 Mrd. Euro für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vorgesehen, die aber auch andere Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Dächern oder den Austausch von Fenstern umfasst

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