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Deutsche Bank legt Wohltätigkeitsfonds auf

Bis 2026 will das Institut fünf Millionen US-Dollar einwerben und weltweit in Meeresschutzprojekte investieren. Die erste Zahlungen erhalten Korallenforscher auf den Malediven.

Korallengarten auf den Malediven | Foto: picture alliance / Zoonar | manfred2000

Die Deutsche Bank legt einen grünen Wohltätigkeitsfonds auf, es ist der erste in ihrer Geschichte: Alle Mittel des neuen Deutsche Bank Ocean Resilience Philanthropy Fonds sollen für den Schutz der Meere und Küsten verwendet werden, teilt das Institut mit. "Kund*innen und andere Interessierte können so gezielt Meeresschutzprojekte finanziell unterstützen."

Der Fonds startet mit 300.000 Dollar

Los geht es zunächst mit einem Projekt auf den Malediven: Forscher suchen im Rahmen von "Future Climate Coral Bank" nach klimaresistenten Korallenarten und archivieren deren Gene. Der Inselstaat hofft darauf, auf diese Weise seine in den vergangenen 20 Jahren stark beschädigten oder schon zerstörten Korallenriffe besser kontrollieren zu können - um die Entwicklung im Idealfall wieder umzukehren.

"Mit der Einrichtung dieses Wohltätigkeitsfonds stellen wir dringend benötigtes Kapital zur Verfügung, damit wir unsere marinen Ökosysteme auf natürliche Art und Weise schützen können", erklärt Markus Müller, Leiter Chief Investment Office der Privatkundenbank, in der Mitteilung.

Der Fonds startet mit einem Volumen von 300.000 Dollar auf und soll innerhalb der nächsten fünf Jahre bis auf 5 Mio. US-Dollar (4,32 Mio. Euro) anwachsen.

Im Einsatz für die Blue Economy 

Im Mai war die Deutsche Bank - als weltweit erstes Kreditinstitut - der Ocean Risk and Resilience Action Alliance beigetreten.

Deutsche Bank tritt als erstes Geldinstitut der Klima-Initiative ORRAA bei 

Jetzt den Fonds aufzubauen, ist also ein zweiter Schritt, um die Blue Economy zu unterstützen - das fördert auch das Selbstbewusstsein: "Wir sind stolz, dass wir mit unserer seit Mai bestehenden Partnerschaft mit der 'Ocean Risk and Resilience Action Alliance' und diesem Fonds nun bereits konkret zum Meeresschutz beitragen", wird Claudio de Sanctis, Leiter der Internationalen Privatkundenbank und konzernweit verantwortlich für die Region Europa, Nahost und Afrika, in der Mitteilung zitiert.

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