HSH-Nordbank-Bad-Bank profitiert von Hoch auf den Schiffsmärkten

In diesem Jahr konnte die Abbaubank der ehemaligen Landesbank bereits 36 Schiffe veräußern. Jetzt prüfen die Eigentümer einen Paket-Verkauf der übrigen Schiffe.
Containerschiff im Hamburger Hafen | Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Containerschiff im Hamburger Hafen | Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
dpa

Die "Bad Bank" für faule Schiffskredite der ehemaligen HSH Nordbank, die HSH Portfoliomanagement Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) kommt mit der Abwicklung schneller voran als geplant. Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Bestand bisher um 36 Schiffe abgebaut, wie Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold in Kiel mitteilte. Damit sind zum Ende des dritten Quartals noch 108 Schiffe im Bestand, die das Kreditportfolio absichern. Es werde geprüft, diesen Rest gebündelt zu veräußern, sagte Heinold. Hintergrund sei das historische Hoch auf den Schifffahrtsmärkten.

Auslagerung der Schiffskredite ermöglichte HSH-Verkauf

Erst die Auslagerung der notleidenden Schiffskredite hatte den für die Länder verlustreichen Verkauf der früheren Landesbank Hamburgs und Schleswig-Holsteins - heute Hamburg Commercial Bank (HCOB) - ermöglicht. Sie ging vor knapp drei Jahren für rund eine Mrd. Euro an eine amerikanische Investorengruppe.

Kreditportolio mit Nominalwert von 4,1 Mrd. Euro

Die HSH Portfoliomanagement hatte 2016 faule Schiffskredite der HSH Nordbank im Nominalwert von 4,1 Mrd. Euro übernommen und dafür 2,4 Mrd. bezahlt. Die Kredite sind durch Schiffe besichert. Deren Werte hängen von den Entwicklungen an den Schifffahrtsmärkten ab.

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