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Investmentbanking-Geschäft der Deutschen Bank läuft besser als erwartet

Laut Finanzvorstand von Moltke können daher zusätzliche Kosten für Computersysteme, Stellenstreichungen und die Verkleinerung der Büroflächen aufgefangen werden. Er äußerte sich zudem zu Übernahme-Plänen des Hauses.

James von Moltke | Foto: picture alliance / SvenSimon | Elmar Kremser/SVEN SIMON

Bei der Deutschen Bank hat sich das Investmentbanking im dritten Quartal besser entwickelt als gedacht - dennoch dürften die Erträge in dem Segment etwa zehn Prozent niedriger liegen als ein Jahr zuvor, sagte Finanzchef James von Moltke am Donnerstag in einer Online-Konferenz.

Laut von Moltke dürften die überraschend hohen Erträge dem Dax-Konzern helfen, zusätzliche Kosten für Computersysteme, Stellenstreichungen und die Verkleinerung der Büroflächen zu stemmen. Dafür werde die Deutsche Bank im Rest des Jahres noch etwa 700 Mio. Euro verbuchen, sagte er. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten mit einem fast doppelt so starken Rückgang gerechnet.

Transformation aktuell im Fokus

Auch zu jüngst aufgekommenen Übernahmeplänen äußerte sich von Moltke. Wie in dieser Woche berichtet, hatte die Bank wohl 2020 kurzzeitig erwogen, das Depotgeschäft von Wells Fargo zu kaufen, letztendlich aber nach eigenen Aussagen entschieden, kein Angebot abzugeben.

Deutsche Bank erwog wohl Kauf des Wells Fargo Depotgeschäfts 

Die Deutsche Bank sei aktuell mit ihrer Transformation beschäftigt, doch bereite sie sich damit auch auf die Entwicklung zur Konsolidierung des europäischen Bankensektors vor, sagte von Moltke. Die Neuausrichtung werde es dem Geldhaus erlauben, "uns in strategische Aktivitäten zu engagieren".

Wenn es einmal eine wertsteigernde Transaktion gebe, die die Wettbewerbsposition der Bank stärke, könne es Gespräche geben.

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