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Deutsche Bank hält Wirtschaftsprüfer EY die Treue

Die durch den Wirecard-Bilanzbetrug in die Kritik geratene Prüfungsgesellschaft erhält für das Geschäftsjahr 2022 erneut das Mandat des Geldhauses, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Mit dieser Entscheidung sei der Aufsichtsrat des Hauses der Empfehlung seines Prüfungsausschusses gefolgt.

Logos von EY und Deutscher Bank. | Foto: picture alliance / Juergen Held | Global Travel Images (links); picture alliance/dpa | Arne Dedert (rechts)

Die Deutsche Bank hält ihrem aktuellen Wirtschaftsprüfer EY auch für das Geschäftsjahr 2022 die Treue, wie die Börsen-Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise berichtet.

Angesichts zunehmender Kritik an EY im Zuge des Wirecard-Bilanzbetrugs hatte die Deutsche Bank auf ihrer Hauptversammlung im Mai angekündigt, das Mandat neu auszuschreiben. Nun gibt sie dem Wirtschaftsprüfer für den Ab­schluss 2022 erneut den Zuschlag - entsprechende Informationen aus Finanzkreisen hat die Bank am Freitag der Börsen-Zeitung bestätigt.

Aufsichtsrat folgt Empfehlung des Prüfungsausschusses

Mit dieser Entscheidung sei der Aufsichtsrat des Hauses auf seiner jüngsten Sitzung der Empfehlung seines Prüfungsausschusses gefolgt, dem unter anderem Norbert Winkeljohann, ehemaliger Vorstandschef von PWC Europe, und der als Nachfolger für Aufsichtsratschef Paul Achleitner hochgehandelte Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer angehören.

EY hatte KPMG gerade erst für das Geschäftsjahr 2020 abgelöst. Da der langjährige Prüfer KPMG infolge der EU-Vorgaben zur Prüfer-Rotation von vorneherein als Alternative ausschied und Deloitte im Markt laut Börsen-Zeitung "nicht als schlagkräftig genug" gelte, um das Kreditinstitut zu prüfen, dürfte sich der Kreis der Interessenten im Zuge der Ausschreibung auf PWC und den bisherigen Prüfer EY beschränkt haben.

Die Ausschreibung war am 10. Ju­ni im Bundesanzeiger publiziert worden, Prüfer konnten ihr Interesse bis 17. Juni signalisieren.

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Innerhalb des gesamten ersten Halbjahrs 2022 ist das Vorsteuerergebnis allerdings von 114 Mio. auf 107 Mio. Euro gesunken. Das Zins- und Provisionsergebnis bewegt sich etwa auf dem Niveau der Vorjahreszeiträume. Vorstandschef Andreas Arndt erwartet das Neugeschäftsvolumen bis zum Ende des Jahres unteren Ende der Prognosen.

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