FinanzBusiness

WEG Bank wird zur TEN31 Bank

Der Namenswechsel folgt einer strategischen Entscheidung, die schon vor Jahren getroffen wurde: Angefangen als reine Spezialbank für die Wohnungswirtschaft, entwickelt sich das Institut sukzessive in Richtung blockchainbasiertes Banking.

Matthias von Hauff, Vorstandsvorsitzender TEN31 Bank | Foto: Ten31 Bank

Die WEG Bank aus Ottobrunn hat sich im August umbenannt, sie knüpft daran strategische Ziele: Der neue Name - TEN31 Bank, ein Kunstbegriff - soll besser transportieren, wo das Unternehmen heute seine Stärken sieht.

Auch oder gerade weil wir noch eine kleine Privatbank sind, wollen wir den Sprung in das digitale Zeitalter nicht verpassen.

Matthias von Hauff, der Vorstandsvorsitzender, TEN31 Bank

"Auch oder gerade weil wir noch eine kleine Privatbank sind, wollen wir den Sprung in das digitale Zeitalter nicht verpassen", wird Matthias von Hauff, der Vorstandsvorsitzende, in einer Mitteilung des Instituts zitiert.

Der neue Auftritt solle unterstreichen, dass die Bank "keine Angst vor den Herausforderungen der Digitalisierung" habe, dazu inzwischen internationaler und breiter aufgestellt sei, so von Hauff. Allen, die mit der Optik noch fremdeln, erwidert er in der Mitteilung: "Trotz der Veränderungen bleiben wir aber vor allem eines: Eine innovative und vertrauenswürdige deutsche Bank."

Konventionelle Bank mit Zugang zur Krypto-Welt

Neue Produkte, besonders im digitalen Bereich, sollen dem Institut in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum bescheren.

Zahlen nennt die TEN31 Bank auf Nachfrage von FinanzBusiness allerdings nicht, und der im Bundesanzeiger zuletzt veröffentlichte Jahresabschluss zeigt lediglich die Vorgeschichte: Demnach lag die Bilanzsumme zuletzt (2019) bei rund 100,5 Mio. Euro, der Jahresüberschuss bei 26.000 Euro.

Die TEN31 Bank wurde im Sommer 2015 als WEG Bank gegründet und konzentrierte sich zunächst ausschließlich auf die Wohnungswirtschaft. Rund drei Jahre später folgte dann der Sprung in die Krypto-Welt, das Institut erweiterte sein Portfolio um blockchainbasierte Anwendungen.

Mehr von FinanzBusiness

Stühlerücken im Vorstand der Solarisbank

Wie geplant zieht Payment-Expertin Chloé Mayenobe in den Vorstand des Fintech ein - übernimmt aber auch mehr Aufgaben. Gleichzeitig verlässt Chief Commercial Officer Jörg Diewald den Banking-as-a-Service-Anbieter ”aus persönlichen Gründen”.

Klarna will 50 Millionen von den Bankenverbänden

Das Fintech will von BdB, BVR und DSGV Schaden ersetzt bekommen, der dem Zahlungsauslösedienst Sofort entstanden sein soll. Vor Jahren hatten AGB-Klauseln der Deutschen Kreditwirtschaft zum Online-Banking die Weitergabe von Zugangsdaten, etwa an Sofort, untersagt. Diese Formulierungen sind später gerichtlich gekippt worden.

Lesen Sie auch

Mehr dazu