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Deutsche Bank und Fiserv gründen Joint Venture für Acquiring-Lösungen

Gemeinsam mit der US-Payment-Plattform will das deutsche Geldhaus kleine und mittelgroße Unternehmen mit einem kombinierten Angebot aus Konten, Zahlungslösungen und Bankdienstleistungen bedienen.

Stefan Hoops, Leiter der Unternehmensbank, Deutsche Bank | Foto: picture alliance/dpa/Sputnik | Vladimir Astapkovich

Die Deutsche Bank und die US-Payment-Plattform Fiserv werden künftig Zahlungsverkehrslösungen für Unternehmen in Deutschland bündeln. Dazu haben sie ein Joint Venture gegründet, das voraussichtlich eine "niedrige dreistellige Zahl von Mitarbeitern" beschäftigen wird, wie beide Partner mitteilten.

Zusammen mit Fiserv sei es möglich, kleinen und mittelgroßen Unternehmen ein Angebot aus Konten, Zahlungslösungen und Bankdienstleistungen zu machen, erklärte Stefan Hoops, Leiter der Unternehmensbank bei Deutschlands größtem Geldhaus.

Potenzielle Kundenbasis bereits bei 800.000

"So können wir unseren Kunden alles aus einer Hand anbieten, das bedeutet für sie geringere Kosten und weniger Komplexität", sagte Hoops laut Mitteilung. Der Abschluss von mehreren Verträgen mit verschiedenen Zahlungsverkehrsanbietern werde unnötig.

"Corona hat die Welt verändert, besonders auch die Erwartungen der Kunden beim Zahlungsverkehr", ergänzte John Gibbons, bei Fiserv verantwortlich für die Regionen Europa, Nahost und Afrika.

Von Beginn an wird das Gemeinschaftsunternehmen den Angaben zufolge mehrere Tausend Unternehmen betreuen. Insgesamt können demnach etwa 800.000 Kunden der Marken Deutsche Bank, Postbank und Fyrst von den neuen Lösungen profitieren. Die Dienstleistungen sollen zudem Unternehmen angeboten werden, die bisher nicht Kunde der Deutschen Bank sind.

Fiserv machte 2020 knapp 15 Mrd. Dollar Umsatz - das waren 46 Prozent mehr als im Vorjahr.

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