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Der Geldautomat leert sich immer langsamer

Die Zahl der Barabhebungen ist seit Anfang 2020 um ein Viertel gesunken. Das geht aus Daten der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken hervor. Die Girocard könnte in Zukunft auch bei Onlinekäufen zur Zahlung genutzt werden, stellt der IT-Dienstleister Fiducia GAD in Aussicht.

Martin Beyer, Chef der Fiducia GAD | Foto: Fiducia GAD

In der Corona-Pandemie nutzen Deutsche seltener Bargeld. Das geht laut einem "Handelsblatt"-Bericht aus Daten der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken hervor.

"Wir sehen seit Ausbruch der Coronakrise einen deutlichen Rückgang der Barabhebungen", sagte Martin Beyer, Chef des IT-Dienstleisters der Genossenschaftsbanken, Fiducia GAD, der Zeitung.

Demnach ist die Zahl der Barabhebungen pro Monat im Zeitraum Januar 2020 bis April 2021 um ein Viertel auf 25 Mio. Euro gesunken. Auch die monatlichen Volumina sind rückläufig, um elf Prozent auf 6,5 Mrd. Euro. Dies deutet daraufhin, dass Geldautomaten zwar seltener benutzt werden, dafür die Abhebungsbeträge aber höher sind.

Niveau bei Girocard-Transaktionen stagniert

Der Trend zur Kartenzahlung hat laut Beyer seinen vorläufigen Höhepunkt aber erreicht. Monatlich 100 Millionen mal wurde die Girocard für Zahlungen benutzt. Beyer rechnet laut dem Bericht damit, "dass es vorerst in etwa bei diesem Niveau bleiben wird". Zuletzt sei die Zahl der Girocard-Transaktionen nur noch leicht gestiegen.

Der Fiducia-GAD-Chef sieht "gute Chancen, dass die Girocard künftig auch für Onlinezahlungen nutzbar sein wird". "Aber es ist technisch anspruchsvoll, das umsetzen. Es laufen Gespräche dazu, aber es ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen", zitiert ihn das Handelsblatt.

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