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Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing plant Vorstandsumbau

Dabei will er auch die Verantwortung für das Investmentbanking abgeben. Der Zeitpunkt für die Umsortierung der Vorstandsetage steht aber noch nicht fest.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. | Foto: picture alliance/dpa | Arne Dedert

Christian Sewing plant, die Zuständigkeiten im Vorstand der Deutschen Bank neu zu sortieren. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen.

In diesem Zusammenhang will der Deutsche-Bank-Chef auch die Zuständigkeit für das Investmentbanking in andere Hände abgeben, heißt es in dem Bericht. Seitens der EZB-Bankenaufsicht wird Sewings Zuständigkeit kritisch beäugt. "Der Aufsicht ist wichtig, dass Sewing sich auf die übergeordnete Rolle des CEO konzentriert und nicht auf das Tagesgeschäft einer Sparte", zitiert das Handelsblatt nicht näher definierte Finanzkreise.

Die Sicht der Aufseher auf die geballten Zuständigkeiten bei Sewing ist er Bank bereits seit einiger Zeit bekannt.

Aufsicht stört sich offenbar an Aufgabenfülle von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing 

Skandale und Strafen

Sewing zog die Verantwortung Mitte 2019 an sich, als er die Restrukturierung von Deutschlands größter Geschäftsbank angestoßen hatte. Unter seiner Ägide wurde das Investmentbanking, dass in den vergangenen Jahren für viele Skandale, die in hohen Strafzahlungen resultierten, verkleinert.

Im vergangenen Jahr war die Sparte dennoch der Ertragsbetreiber und maßgeblich daran beteiligt, dass die Deutsche Bank wieder einen Vorsteuergewinn von 1 Mrd. Euro erzielte.

Wann die Deutsche Bank den Vorstandsumbau umsetzt, ist laut dem Bericht noch unklar, ein Datum vor der für den 27. Mai angesetzten Hauptversammlung gilt aber als wahrscheinlich.

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