Schufa stellt deutlichen Rückgang bei Ratenkrediten im Lockdown fest

Offenbar kaufen immer weniger Menschen in Deutschland Konsumartikel auf Raten. Die Zahl der Kreditnehmer mit Zahlungsschwierigkeiten ist laut Schufa aber weiterhin auf niedrigem Niveau.
Stempel mit Aufschrift Ratenzahlung | Foto: picture alliance | Andreas Pulwey
Stempel mit Aufschrift Ratenzahlung | Foto: picture alliance | Andreas Pulwey
dpa

Fintechs wie Klarna, die Oney Bank oder Stocard werben mit der Ratenzahlung, die in Deutschland als besonders beliebt gilt. Doch der Lockdown scheint den Menschen in Deutschland den Ratenkauf zu verleiden.

Die aktuellen Corona-Einschränkungen im Handel bremst die Nachfrage nach solchen Krediten deutlich aus. "Wir beobachten aktuell einen Einbruch bei den Konsumentenkrediten", konstatierte die Vorstandsvorsitzende der Auskunftei Schufa, Tanja Birkholz.

Den Daten der Wiesbadener Auskunftei zufolge lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ratenkreditverträge Anfang Februar 2021 um 33 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zum Jahr 2019 waren es sogar 41 Prozent weniger.

Verbraucher nutzen Ratenkredite etwa zur Finanzierung von Autos, Möbeln und Elektronik wie Computern oder Fernsehern. Doch derzeit dürfen Autohäuser, Möbelgeschäfte und Elektronikmärkte wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht öffnen.

"Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bereits während des ersten Lockdowns zwischen März und Juli 2020", erinnerte Birkholz. Nach Ende der Beschränkungen sei die Zahl der neuen Kreditverträge zum Jahresende 2020 hin wieder gestiegen. "Es bleibt abzuwarten, ob wir dieses Jahr eine ähnliche Entwicklung verzeichnen werden."

Anzeichen, dass Verbraucher zunehmend Probleme bei der Rückzahlung von Krediten haben, gibt es nach Angaben der Schufa auch nach gut einem Jahr Pandemie nicht. Die Zahl der Kreditnehmer mit Zahlungsschwierigkeiten sei weiterhin auf niedrigem Niveau.

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