FinanzBusiness

Hypoport profitiert von hoher Nachfrage nach Finanzierungen

Finanzdienstleister erzielt im ersten Halbjahr hohe zweistellige Zuwächse bei Finanzierungen. Das höchste prozentuale Wachstum verzeichnet Hypoport auf der Plattform Genopace.

Hypoport-Chef Ronald Slabke (Aufnahme von 2018) | Foto: Doris Spiekermann-Klaas TSP/picture-alliance

Der Finanzdienstleister Hypoport SE aus Lübeck hat im ersten Halbjahr von einer hohen Nachfrage nach Krediten profitiert. So zog das Transaktionsvolumen auf der Plattform Europace, einem B2B-Kreditmarktplatz für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, um 31 Prozent auf fast 42 Mrd. Euro an. Das entspricht 336 Mio. Euro pro Vertriebstag.

Wir sehen eine anhaltend hohe Dynamik bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie eine hervorragende Entwicklung unseres Segments Privatkunden.

Roland Slabke, Vorstandsvorsitzender Hypoport SE

"Wir sehen eine anhaltend hohe Dynamik bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken sowie eine hervorragende Entwicklung unseres Segments Privatkunden", sagte Roland Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport SE in der Pressemitteilung.

Auf Finmas, dem Teilmarkt für Sparkassen, erhöhte sich das Transaktionsvolumen um 39 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro. Auf Genopace wickelten die Genossenschaftsbanken ein Volumen von 3,5 Mrd. Euro ab, was einem Plus von 108 Prozent entspricht.

Drei Produktgruppen auf Europace mit Zuwächsen

Das Transaktionsvolumen in der mit Abstand größten Produktgruppe Immobilienfinanzierung stieg im ersten Halbjahr um 36 Prozent auf 33,8 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es noch 25 Mrd. Euro gewesen. Laut Bundesbank habe es im Markt bis Mai 2020 einen Zuwachs um 7 Prozent gegeben.

Bei der zweiten Produktgruppe Bausparen stieg das Transaktionsvolumen von 5,2 auf 6,3 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 21 Prozent. Bundesbankzahlen zufolge war dieses Segment insgesamt in der gleichen Zeitspanne um 11 Prozent rückläufig.

Bei den Ratenkrediten verzeichnete Hypoport ein Plus von 3 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro (1. Halbjahr 2019: 1,7 Mrd. Euro). Die Deutsche Bundesbank verzeichnete hier im Vergleich einen Rückgang um 8 Prozent. Im zweiten Quartal indes schwächte sich die Nachfrage nach Ratenkrediten ab und war gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 7 Prozent rückläufig.

Digitale Abwicklung

"Der Einsatz videochat-gestützter Beratung des Endkunden und die digitale Abwicklung der Finanzierungsanfragen an Banken über Europace ermöglichte es den bei uns angeschlossenen Vertrieben, ihre Position gegenüber weniger digitalaffinen Marktteilnehmern deutlich auszubauen", so Slabke in der Pressemitteilung weiter.

Auch übrige Geschäftssparten mit deutlichen Zuwächsen

Im Privatkundensegment unter der Marke Dr. Klein und auf der Immobilienbewertungsplattform Value AG stiegen die Vermittlungs- bzw. Bewertungsvolumina im ersten Halbjahr um jeweils mehr als 30 Prozent.

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