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Raisin schließt Deal mit britischem Versicherer Aviva

Das Berliner Fintech spricht von einem "zukunftsweisenden Schritt". Kooperationen mit Konzernen kämen im Massenmarkt an. Weitere Kooperationen sind nicht ausgeschlossen, erfuhr FinanzBusiness.

Katharina Lüth | Foto: Raisin/Lukas Schramm

Das Berliner Fintech Raisin hat einen gewichtigen Kunden an Land gezogen: den britischen Versicherer Aviva. Raisin, hierzulande besser unter ihrer Marke Weltsparen bekannt, ermöglicht dem Konzern mit ihrer Technologie den Eintritt in den Einlagenmarkt.

"Embedded Finance" als Kooperation zwischen Fintech und Konzern komme im Massenmarkt an, so das Fintech. Der Start von Aviva Save mit Raisins Savings-as-a-Service markiere "einen zukunftsweisenden Schritt für Fintechs". Über die Aviva Save-Plattform können die mehr als 15 Millionen Aviva-Kunden in Großbritannien Festgeldangeboten verschiedener Banken wählen. Raisins VP Europe und Chairwoman von Raisin UK, Katharina Lüth, hofft auf Anschlussgeschäft:

Im aktuellen Umfeld der andauernden Negativzinsen beziehungsweise sinkenden Zinsen im Vereinigten Königreich sehen wir großes Potenzial für weitere Kooperationen. Die Nachfrage von Sparern nach attraktiver Verzinsung ist ungebrochen und viele Institute wollen ihren Kunden entsprechende Lösungen anbieten, auch wenn sie selbst keine Zinsen zahlen.

Katharina Lüth, VP Europe bei Raisin und Chairwoman Raisin UK,

"Im aktuellen Umfeld der andauernden Negativzinsen beziehungsweise sinkenden Zinsen im Vereinigten Königreich sehen wir großes Potenzial für weitere Kooperationen. Die Nachfrage von Sparern nach attraktiver Verzinsung ist ungebrochen und viele Institute wollen ihren Kunden entsprechende Lösungen anbieten, auch wenn sie selbst keine Zinsen zahlen", sagte Lüth FinanzBusiness.

Viel zu sparen

Nicht zuletzt wegen eingeschränkter Konsummöglichkeiten ob der Corona-Pandemie, haben die Briten einiges auf der hohen Kante. Laut aktuellen Zahlen der Bank of England haben die Bürger im Vereinigten Königreich während der Corona-Pandemie ein zusätzliches Vermögen in Höhe von 125 Mrd. Pfund auf ihren Konten angehäuft – das sind im Schnitt 5000 Pfund (5748 Euro) pro Haushalt. Die britische Zentralbank erwartet, dass diese Zahl in der ersten Jahreshälfte 2021 weiter stark wachsen wird, heißt es seitens Raisin.

Savings-as-a-Service-Technolgie

"Der Embedded-Finance-Ansatz der Raisin Savings-as-a-Service-Technolgie ist hier genau die richtige Lösung für viele Finanzinstitutionen, die ihren Kunden ein ganzheitliches Angebot für ihr Vermögen machen wollen – ganz ohne dass diese ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen", schildert Lüth FinanzBusiness die Vorteile der Technologie.

Eigenen Angaben zufolge hat das Berliner Fintech seit seiner Gründung 2013 über seine acht Plattformen ein Spareinlagen im Volumen von über 30,5 Mrd. Euro für mehr als 325.000 Kunden aus Europa vermittelt. Dabei arbeitet Raisin europaweit mit 105 Partnerbanken zusammen.

Im Dezember hatte Raisin den Markeintritt in Italien gemeldet.
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