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Moody's honoriert Restrukturierung der Deutschen Bank

Die Ratingagentur hebt den Ausblick auf "stabil" an. Das Risiko einer Abstufung verringert sich damit.

Die Deutsche Bank in Frankfurt. | Foto: picture alliance / Hasan Bratic

Der Restrukturierungskurs der Deutschen Bank wird auch von den Bonitätswächtern anerkannt. Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für Deutschlands größte Geschäftsbank von "negativ" auf "stabil" geändert. Die Gefahr einer baldigen Herabstufung ist damit vorerst gebannt.

Mehr als zwölf Monate nach der Transformation ist Moody's der Ansicht, dass die grundlegendere Neubewertung der Kapitalmarktambitionen der Deutschen Bank geholfen hat, schnell zu einem ausgewogeneren und nachhaltigeren Geschäftsmodell zu gelangen.

Moody's

"Mehr als zwölf Monate nach der Transformation ist Moody's der Ansicht, dass die grundlegendere Neubewertung der Kapitalmarktambitionen der Deutschen Bank geholfen hat, schnell zu einem ausgewogeneren und nachhaltigeren Geschäftsmodell zu gelangen", schreibt die Ratingagentur zur Begründung.

Und weiter: Das und der anhaltend solide Kapital- und Liquiditätspuffer der Bank rechtfertige auf dem aktuellen Ratingniveau keinen negativen Ausblick mehr.

Drei Stufen über Ramschniveau

Die Bonitätsnote für die langfristigen Verbindlichkeiten beließ Moody's unverändert auf "A3", was für eine gute Rating-Qualität, solide Investmenteigenschaften, aber auch Bestandteile, die sich bei veränderter Wirtschaftsentwicklung negativ auswirken können, steht. Mit dem Rating ist die Deutsche Bank vier Stufen über Ramschniveau angesiedelt.

Die Deutsche Bank hat Marktbeobachter in der vergangenen Woche mit ihren Drittquartalszahlen positiv überrascht. Auch ein positives Vorsteuerergebnis 2020 hält die Bank nach vielen Verlustjahren für erreichbar.

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