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Banken kostet das Kreditmoratorium etwa 500 Mio. Euro

Laut einer Studie der Hochschule München belaufen sich allein die Refinanzierungskosten auf 225 Mio. Euro.

Symbolbild | Foto: picture alliance / Andreas Franke

Das von der Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie erlassene Kreditmoratorium für das zweite Quartal belastet Banken und Sparkassen hierzulande immens. Das berichtet die Börsen-Zeitung, die sich auf eine von Prof. (em.) Dr. Klaus Fleischer von der Hochschule München verantwortete Studie beruft.

Der wissenschaftlichen Untersuchung zufolge entsteht der Finanzwirtschaft durch das Kreditmoratorium ein geschätzter Gesamtschaden von 500 Mio. Euro.

Refinanzierungskosten laufen weiter

So hätten die Institute allein Refinanzierungskosten von rund 225 Mio. Euro zu tragen, da die ursprünglich vereinbarte Kreditlaufzeit im Falle eines Moratoriums um diesen Zeitraum verlängert wird und die Refinanzierungskosten voll weiterlaufen.

Das von der Bundesregierung erlassene Kreditmoratorium sieht vor, dass Verbrauchern eine Aussetzung der Zins- und Tilgungszahlungen von Immobilien- und Konsumentenkrediten mit einer entsprechenden Vertragsverlängerung ermöglicht wird.

In der Studie wird eine durchschnittliche Moratoriumsdauer von sechs Monaten unterstellt, da viele Banken freiwillig eine längere Stundungsdauer gewährten. Einige Banken verzichteten sogar aus Kulanzgründen auf die Zinszahlungen, so die Börsen-Zeitung.

Erhöhter Verwaltungsaufwand

Weitere Kosten entstünden etwa durch höhere Verwaltungs- und Beratungskosten sowie Monitoring- und Controlling-Mehraufwand, zum Beispiel zur Ratingüberwachung, heißt es in der Studie. Ferner bestehe ein gesteigertes Zinsrisiko für die Refinanzierung, wenn die Kredite länger laufen als ursprünglich vereinbart.

Die direkten Kosten des Moratoriums scheinen vertretbar zu sein. Allerdings ist nach Ende der Insolvenzmeldefrist und Auslauf der Unterstützungsmaßnahmen mit einem starken Anstieg einer Insolvenzwelle zu rechnen.

Studien-Autoren, Hochschule München

"Die direkten Kosten des Moratoriums scheinen vertretbar zu sein. Allerdings ist nach Ende der Insolvenzmeldefrist und Auslauf der Unterstützungsmaßnahmen mit einem starken Anstieg einer Insolvenzwelle zu rechnen", zitiert das Blatt die Autoren.

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