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HSBC rechnet 2020 mit Kreditausfällen von bis zu 13 Milliarden Dollar

Die britische Großbank bereitet sich auf Verluste vor - ausgelöst durch die Corona-Krise und politische Konflikte.

Eine HSBC-Filiale in London | Foto: picture alliance / NurPhoto

Die britische Großbank HSBC rechnet wegen den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit einer Belastung von bis zu 13 Mrd. Dollar durch Kreditausfälle.

Die Risikovorsorge für faule Kredite und Abschreibungen auf Darlehen werde im laufenden Jahr derzeit in einer Spanne zwischen 8 und 13 Milliarden Dollar (bis zu 11 Mrd. Euro) erwartet, teilte die stark in Asien engagiert britische Großbank am Montag (3. August) in London mit. 2019 hatte dieser Posten die Bilanz gerade mal mit rund 2,8 Milliarden Dollar belastet.

Auslöser sind die Corona-Krise und politische Konflikte

Die Bank begründete die hohe Spanne ihrer Prognose mit der hohen Unsicherheit, die zum einen auf die Corona-Pandemie zurückgeht und zum anderen auf die vielen politischen Konflikte wie dem sich zuspitzenden Streit zwischen China und den USA.

Im ersten Halbjahr wurde die Bank mit voller Wucht von der Corona-Krise und den anderen Problemen getroffen. Der Gewinn ging in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Viertel auf zwei Mrd. Dollar zurück.

Risikovorsorge und Abschreibungen steigen um 500 Prozent

Damit schnitt die HSBC noch schlechter ab, als Experten erwartet hatten. Dies geht vor allem auf den Anstieg der Risikovorsorge und Abschreibungen auf Kredite um 5,7 Mrd. Dollar oder 500 Prozent auf 6,9 Mrd. Dollar zurück. Die Erträge stagnierten trotz guter Geschäfte an den Kapitalmärkten bei knapp 27 Mrd. Dollar.

HSBC-Chef Noel Quinn kündigte an, das Umbauprogramm der Bank zu beschleunigen. Zudem soll die Dividendenpolitik überprüft werden. Mit Ergebnissen dazu ist erst Anfang kommenden Jahres bei der Vorlage der 2020er-Zahlen zu rechnen.

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