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Commerzbank-Aufseher vor schwierigen Entscheidungen

Im Aufsichtsrat der Commerzbank stehen heute schwierige Personalfragen auf der Tagesordnung. Der scheidende Chef Martin Zielke könnte auf einen Millionenbetrag verzichten.

Martin Zielke, scheidender Vorstandschef der Commerzbank - hier bei der Hauptversammlung 2019. | Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa

Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG steht heute vor schwierigen Personalentscheidungen. Es müssen gleich zwei Spitzenpositionen neu besetzt werden - und das möglichst rasch.

Zu den angekündigten Rücktritten von Vorstandschef Martin Zielke und des Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan Schmittmann kommt noch die Diskussion über eine Verschärfung des im Herbst eingeleiteten Sparkurses.

Ob bei der Sitzung des Kontrollgremiums, die von 9 bis 18 Uhr angesetzt ist, bereits eine dauerhafte Lösung für den Aufsichtsratsvorsitz gefunden wird, ist ungewiss. Die Zeit drängt: Amtsinhaber Schmittmann will sein Mandat zum 3. August niederlegen.

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Zielke will den Weg freimachen

Zielkes Vertrag soll nach Angaben vom vergangenen Freitag (3. Juli) spätestens zum 31. Dezember 2020 einvernehmlich aufgelöst werden. Er und Schmittmann hatten mit ihren Rücktritten auf heftige Kritik von Investoren - vor allem des Großaktionärs Cerberus - am Kurs der Bank reagiert.

Zielke hatte erklärt, er wolle den Weg für einen Neuanfang frei machen. Die Bank brauche einen tiefgreifenden Umbau und dafür einen neuen Vorstandschef, "der vom Kapitalmarkt auch die notwendige Zeit für die Umsetzung einer Strategie bekommt".

Verzicht auf Millionenbetrag?

Unterdessen meldet das Handelsblatt in ihrer aktuellen Ausgabe (8. Juli), Zielke werde bei seinem Ausscheiden auf rund 1,5 Mio. Euro aus seiner variablen Vergütung verzichten. Das habe er intern angekündigt. Er erhielte jedoch weiterhin einen mittleren einstelligen Millionenbetrag, der sich aus Zielkes Grundgehalt von zuletzt jährlich 1,67 Mio. Euro und der Restlaufzeit seines Vertrages bis November 2023 errechnet.

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