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Deutsche Bank zieht Revision in Aktionärsstreit um Postbank-Übernahme zurück

Die Bank beendet mit dem Rückzug einen jahrelang schwelenden Rechtsstreit, wie das Handelsblatt meldet.

Postbank-Logo - hier an einer Filiale in Köln. Foto: picture alliance/Horst Galuschka/dpa

In einem Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Deutschen Postbank ist ein Urteil des Landgerichts Köln rechtskräftig geworden. Das berichtet das Handelsblatt.

Die Deutsche Bank hatte dazu die Revision zurückgezogen. "Die Deutsche Bank hat sich entschieden, die Berufung im Anfechtungsverfahren zum 2015 bei der Deutsche Postbank AG durchgeführten Squeeze-out vor dem 18. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln zurückzunehmen und damit das Verfahren zu beenden", zitierte die Zeitung einen Banksprecher.

Streit um Stimmrechte

Die Deutsche Bank sei nach wie vor der Auffassung, dass die Anfechtungsklagen unbegründet gewesen seien. Jedoch sei der Aufwand für das Verfahren viel zu groß gewesen - und es gehe im Wesentlichen um den Ersatz von Verfahrenskosten.

Die früheren Postbank-Aktionäre waren der Ansicht, dass die Deutsche Bank bei der Übernahme der Postbank Stimmrechte ausgeübt hatte, die ihr nicht zustanden. Unberührt davon ist eine andere Klage von Postbank-Aktionären bei denen es um die Höhe des Übernahmeangebots geht.

Festhalten an Sparzielen

Derweil hält Deutschlands größte Bank trotz der Corona-Krise an ihren Sparzielen fest. Die Stellenzahl soll bis Ende 2022 um etwa 18.000 auf 74.000 sinken. Wegen der Corona-Krise habe es eine zirka sechs Wochen lange Pause bei einigen Restrukturierungsmaßnahmen wie dem Stellenabbau gegeben, sagte Finanzvorstand James von Moltke der Financial Times. Dies sei jedoch nur eine Auszeit gewesen.

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