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EZB versichert Hilfe im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise

EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellt auch Staaten, die nicht Teil des Euro-Systems sind, weitere Euro-Liquidität in Aussicht.

Foto: Colourbox

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Unterstützung für die Wirtschaft im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise bekräftigt.

Die EZB werde ihren Beitrag zur Hilfe für die Wirtschaft leisten, versicherte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag (16. April) in einer Mitteilung an das International Monetary and Finance Committee (IMFC), einem Gremium des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Lagarde fordert mehr internationale Kooperation

"Der EZB-Rat ist sich einig, alles notwendige im Rahmen des Mandats zur Hilfe der Eurozone zu tun", sagte Lagarde. Sie machte aber auch deutlich, dass noch mehr internationale Kooperation notwendig sei, um die Folgen der Pandemie zu überstehen.

Es werden alle Optionen zur Stützung der Wirtschaft geprüft.

Christine Lagarde, EZB-Präsidentin


Die Notenbank hatte zuletzt ein Notprogramm im Kampf gegen die Virus-Krise mit weiteren milliardenschweren Käufen von Anleihen beschlossen. Die EZB sei darauf vorbereitet, das Volumen des Kaufprogramms zu erhöhen oder die Zusammensetzung zu ändern, sagte Lagarde. "Es werden alle Optionen zur Stützung der Wirtschaft geprüft."

Aktivitäten außerhalb des Euro-Systems

Außerdem stellte die EZB nach Aussage der Präsidentin EU-Ländern, die nicht Teil des Euro-Systems sind, weitere Euro-Liquidität in Aussicht. Die Notenbank habe der Ausweitung von entsprechenden Programmen zugestimmt.

Lagarde sprach von "einigen Zentralbanken der EU", ohne Details zu nennen - auch nicht Kroatiens Nationalbank, mit der, wie berichtet, gerade ein Währungsabkommen geschlossen wurde. Weitere Anfragen von Notenbanken der EU für die Bereitstellung von Euro würden geprüft.
 

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