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EZB stellt ESG-Leitfaden zur Diskussion

Die europäische Notenbank will von den Banken wissen, wie sie künftig mit verschiedenen Nachhaltigkeitsrisiken umgehen.

Die Europäische Zentralbank. | Foto: picture alliance

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen Leitfaden darüber vorgelegt, wie die von ihr überwachten Banken auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken reagieren sollen. Diese Risiken sind unter der Abkürzung ESG zusammengefasst.

Die betroffenen Banken haben nun bis zum 25. September Zeit, darauf zu reagieren. Bereits am 2. September ist eine öffentliche Anhörung dazu geplant.

Die Erwartungen geben den Banken eine Orientierungshilfe, wie sie Klima- und Umweltrisiken in ihre Governance- und Risikomanagement-Strukturen integrieren.

Patrick Amis, Leiter Generaldirektion Mikroprudenzielle Aufsicht III, EZB, in der Börsen-Zeitung

Patrick Amis, Leiter der Generaldirektion Mikroprudenzielle Aufsicht III der EZB, sagte laut der Börsen-Zeitung zu dem Leitfaden: "Die Erwartungen geben den Banken eine Orientierungshilfe, wie sie Klima- und Umweltrisiken in ihre Governance- und Risikomanagement-Strukturen integrieren, aber auch in der Art und Weise, wie sie ihre Geschäftsstrategie formulieren und ihre Risiken dem Markt gegenüber offenlegen."

EZB will keine Zeit verlieren

Zwar seien die Banken derzeit mit der Corona-Krise beschäftigt. Die EZB wolle jedoch trotzdem die Steuerung und Offenlegung von Klima- und Umweltrisiken im Bankensektor vorantreiben.

Auch die deutsche Bankenaufsicht BaFin und die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA haben sich bereits zur Umsetzung der ESG-Kriterien geäußert. EU-Kommission und EBA bemühen sich um nachhaltigeres Wachstum und in diesem Zusammenhang auch um nachhaltigere Finanzierungen.

Die Banken sollten deshalb nun dafür sensibilisiert werden, sich auf die Einbeziehung von Klima- und Umweltrisiken bei der Kreditvergabe vorzubereiten, sagte Amis.

Europäische Aufsichtsbehörden legen Pläne für ESG-Standards vor 

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