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Transfer von Kryptowerten wird jetzt strenger reguliert

In der Praxis werden viele Transfers anonym oder mit einem Pseudonym abgewickelt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums werden mit der Verordnung internationale Empfehlungen aufgenommen.

Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen | Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool | Bernd von Jutrczenka

Die Übertragung von Kryptowerten wird ab jetzt stärker reguliert. Zum 1. Oktober tritt eine entsprechende Verordnung in Kraft. Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, dies sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Wir stärken die Sorgfaltspflichten und schaffen mehr Transparenz.

Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

"Wir stärken die Sorgfaltspflichten und schaffen mehr Transparenz." Beim Transfer von Kryptowerten müssten künftig mehr Informationen angegeben werden, wer Auftraggeber und wer Begünstigter ist. "So kann nachverfolgt werden, wer an Kryptotransfers beteiligt ist."

Anonyme Transfers

In der Praxis werden viele Transfers anonym oder mit einem Pseudonym abgewickelt. Das nutzen Kriminelle und Terroristen immer wieder aus. Normale Geldtransfers - etwa über Banken - gelten daher aus Sicht des Staates als deutlich sicherer. Deswegen sollen Kryptowerte nun stärker reguliert werden.

Nach Angaben des Finanzministeriums werden mit der Verordnung internationale Empfehlungen aufgenommen. Wegen Sicherheitsrisiken könne das Inkrafttreten einer europäischen Regelung nicht abgewartet werden. 

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