Penta zieht sich aus Italien wieder zurück

Marko Wenthin erklärt in einem Interview mit Finanz-Szene die Expansion in das südeuropäische Land für gescheitert.
Penta-Chef Marko Wenthin | Foto: Penta
Penta-Chef Marko Wenthin | Foto: Penta

Die Berliner Bank Penta zieht sich nach nur sechs Monaten wieder aus Italien zurück. Dies sagte der Chef des Challenger-Instituts Marko Wenthin dem Online-Portal Finanz-Szene. Das Interview wurde am Freitag (17. Juli) veröffentlicht.

"Wir müssen uns rückblickend eingestehen, dass der Schritt für uns zu früh kam. Die Expansion hat deutlich mehr Komplexität mit sich gebracht hat, als wir erwartet hatten", zitiert Finanz-Szene den Penta-Chef.

Fokus auf den deutschen Markt

"Wir haben darum die Entscheidung getroffen, uns erst einmal wieder komplett auf den deutschen Markt zu konzentrieren", so Wenthin laut dem Bericht weiter.

Die Herausforderer-Bank begründet ihren Rückzug aus Italien allerdings nicht mit der Corona-Pandemie. "Mit Covid-19 hat unser Rückzug nur insofern zu tun, als ein junges Unternehmen in konjunkturell schwierigen Zeiten besonders gründlich fragen sollte, worauf es seine Investitionsmittel konzentrieren will. Ursächlich war die Corona-Krise aber nicht", wird Wenthin zitiert.

Corona kein Rückzugsgrund

"Die Probleme, die sich im Italien-Geschäft gezeigt haben, hätten sich mit entsprechenden Mehraufwand sicher allesamt lösen lassen. Vor dem Hintergrund unserer sehr positiven Entwicklung auf dem deutschen Markt erscheint es allerdings sinnig, hierauf jetzt auch erst einmal alle Ressourcen zu verwenden", so Wenthin in dem Interview mit Finanz-Szene.

In Deutschland wächst Penta sehr schnell und hat derzeit 20.000 Kunden, viermal so viele, wie noch vor gut einem Jahr. Und sammelte erst kürzlich rund 23 Mio. Euro ein.

Nachschlag für Penta im Funding der Series B  

Dem Bericht zufolge hat Penta in Italien 400 Kunden und weitere 1000 auf der Warteliste. Sie wurden bereits über den Rückzug von Penta aus Italien informiert.

Die fünf Mitarbeiter des Mailänder Penta-Büros wechselten geschlossen in die Italien-Dependance von Finleap Connect, heißt es in dem Bericht weiter.

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