Posten der BaFin-Exekutivdirektoren "erstmals paritätisch" besetzt

Julia Wiens wird Frank Grund ersetzen, der in den Ruhestand geht. Die 53-jährige Mathematikerin kommt von Baloise. 
Tritt ins Direktorium der BaFin ein: Julia Wiens. | Foto: Baloise
Tritt ins Direktorium der BaFin ein: Julia Wiens. | Foto: Baloise

Auf einen Mann folgt eine Frau: Ende September geht der Leiter des Geschäftsbereichs ”Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht” der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Frank Grund, aus Altersgründen in den Ruhestand. Seine Nachfolgerin: Julia Wiens. Die 53-Jährige stößt vom Schweizer Versicherungskonzern Baloise (ehemals Basler Versicherungen) zu der Finanzmarktaufsichtsbehörde. In einer dazugehörigen Pressemitteilung heißt es, dass ”die Posten der Exekutivdirektor*innen erstmals paritätisch” besetzt werden. Drei Frauen und drei Männer werden dann das Direktorium mit BaFin-Präsident Mark Branson bilden.

Wiens begann ihre Karriere vor fast drei Jahrzehnten (1994) bei der Securitas Gilde in der Lebensversicherung. 2006 wechselte sie zum Deutschen Ring, seit 2009 bis heute besetzt sie unterschiedliche Führungsrollen bei Baloise (Konzernsitz: Basel) in Deutschland. Zuletzt war sie verantwortlich für die beiden Vorstandsressorts Lebensversicherung und Finanzen/Kapitalanlagen.

Erst beaufsichtigt - jetzt selber Aufsicht

Die studierte Mathematikerin und ausgebildete Aktuarin sagte zur bevorstehenden Aufnahme ihrer neuen Aufgabe: ”Für mich ist der Wechsel von einem beaufsichtigten Unternehmen in die Aufsicht spannend und herausfordernd zugleich. Ein Perspektivenwechsel, bei dem ich meine Erfahrungen einfließen lassen und den von der BaFin eingeschlagenen Modernisierungsweg mitgestalten kann.“ 

”Mit Julia Wiens haben wir eine erstklassige Besetzung für die Leitung der Versicherungs- und Pensionsaufsicht gewinnen können“, kommentiert BaFin-Präsident Mark Branson. Und: ”Sie bringt nicht nur die nötige Fachexpertise für den Job mit, sie ist zudem eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit. Damit ist sie genau die Richtige, wenn es darum geht, die Versicherungsaufsicht weiter zu stärken.” 

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