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EZB muss wegen hoher Inflation auf der Hut bleiben, sagt Isabel Schnabel

Das deutsche Mitglied im Direktorium der Zentralbank räumte ein, dass der Preisauftrieb wohl länger als ursprünglich angenommen anhalten wird. Davor hatte auch schon Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing gewarnt.

Isabel Schnabel, EZB-Direktorin. | Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Angesichts des rasanten Preisauftriebs muss die Europäische Zentralbank (EZB) laut ihrer Direktorin Isabel Schnabel mit Blick auf die Inflationsrisiken äußerst wachsam bleiben. Der Preisauftrieb halte wohl länger an als ursprünglich angenommen, räumte die deutsche Währungshüterin ein.

Die Teuerungsrate werde 2022 zwar zurückgehen. Doch sei unsicher, wie schnell und in welchem Umfang sich dieser Rückgang im kommenden Jahr vollziehen werde. Daher müsse die EZB für alle Eventualitäten gerüstet sein, um ihrem Mandat der Preisstabilität gerecht zu werden.

Es besteht weniger Einigkeit über die Dauer dieser Preistreiber und was sie für eine angemessene Antwort der Geldpolitik bedeuten.

Isabel Schnabel, EZB-Direktorin

Es bestehe weitgehend Einigkeit, dass die explodierenden Energiekosten und Basiseffekte aus dem Corona-Jahr 2020 die Preise trieben: "Doch es besteht weniger Einigkeit über die Dauer dieser Preistreiber und was sie für eine angemessene Antwort der Geldpolitik bedeuten", fügte sie hinzu. Schnabel ließ damit durchblicken, dass die Währungshüter in dieser Frage geteilter Meinung sind.

Dass die Inflation keine schnell vorübergehende Erscheinung sein könnte, davor hatte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing in dieser Woche auch schon gewarnt.

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Bislang ziehen die europäischen Notenbanker aber noch keine Konsequenzen und halten an der ultralockeren Geldpolitik fest, der die Banken unter Ertragsdruck setzt.

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