BVR fordert von der EZB ein Ende der pandemiebedingten Notfallankäufe

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hält den richtigen Moment für gekommen, um das von der EZB aufgelegte Ankaufprogramm zur Abfederung der Ausrwirkungen der Corona-Pandemie zu beenden.
BVR-Vorstand Andreas Martin | Foto: BVR
BVR-Vorstand Andreas Martin | Foto: BVR

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) fordert ein Ende des Pandemie-Notfallankaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB).

"Die Wirtschaft im Euroraum dürfte den pandemiebedingten Konjunktureinbruch Anfang des kommenden Jahres überwunden haben. Es ist nur folgerichtig, wenn das von der EZB beschlossene Notfallinstrument dann Ende März 2022 regulär ausläuft", so Andreas Martin.

Der BVR-Vorstand geht davon aus, dass die Kapazitätsauslastung in der Wirtschaft des Euroraums Anfang 2022 wieder leicht überdurchschnittlich sein wird. Auch angesichts der in den vergangenen Monaten gestiegenen Inflationsrisiken sollte die EZB geldpolitische Sondermaßnahmen nicht über Gebühr verlängern.

"Ein Ende der pandemiebedingten Anleihekäufe verschafft der EZB mehr Beweglichkeit, falls sich der erhöhte Inflationsdruck doch als nachhaltig herausstellen sollte", sagt Martin in einer Mitteilung des Verbands.

Parallel zu den niedrigen Leitzinsen versucht die EZB auch über das pandemiebedingte Anleihekaufprogramm die Finanzierungskosten von Privathaushalten und Unternehmen zu senken und so Impulse für höhere Investitionen und Konsumausgaben zu setzen.

Aktuell steht das Kaufvolumen des wegen der Corona-Pandemie aufgelegten Anleihekaufprogramms bei 1400 Mrd. Euro. Zuletzt stieg die Firmenkreditvergabe der Banken im Euroraum.

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