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Bundesbank bringt Verbriefungen als Finanzierungsinstrument ins Spiel

Bundesbank-Vorständin Sabine Mauderer betonte die Relevanz von Verbriefungen als Vehikel zur Risikosteuerung in den Bankbilanzen. Für die digitale Transformation der Wirschaft könne dieses Instrument Teil des Finanzierungsmixes sein.

Sabine Mauderer | Foto: Deutsche Bundesbank

Die Bundesbank bringt Verbriefungen als Finanzierungsinstrument für die Transformation der Wirtschaft ins Spiel. Das betonte Bundesbank-Vorständin Sabine Mauderer in einer Rede beim TSI Kongress in Berlin.

Für die Transformation würden Innovationen benötigt - diese seien immer auch mit Risiken verbunden. Viele Finanzierungen würden daher über den Kapitalmarkt laufen müssen, sagte Mauderer. Der Ausbau des europäischen Kapitalmarktes sei daher "elementar".

Bankkredite spielen für die Unternehmen in Deutschland und Europa eine sehr wichtige Rolle. Der Kreditvergabe sind aber Grenzen gesetzt - nicht zuletzt durch Eigenkapitalanforderungen und internen Risikoerwägungen.

Sabine Mauderer, Bundesbank-Vorständin

Deutschland sei gleichzeitig "bank based", stellte Mauderer fest: "Bankkredite spielen für die Unternehmen in Deutschland und Europa eine sehr wichtige Rolle. Der Kreditvergabe sind aber Grenzen gesetzt - nicht zuletzt durch Eigenkapitalanforderungen und internen Risikoerwägungen."

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Verbriefungen als Vehikel

Es sei nach Aussage Mauderers daher wichtig, die Risiken der Bankbilanzen zu steuern. "Verbriefungen können hierbei ein Vehicle sein. Neben einer stärkeren Risikoteilung können Verbriefungen zu einer besseren Kreditversorgung der Realwirtschaft beitragen", sagte sie.

Qualitativ hochwertige Verbriefungen könnten somit ein Finanzierungs-Tool für den Umbau der Wirtschaft sein. Risiken und Chancen müssten klar benannt werden, "ohne die Entwicklungen im vergangenen Jahrzehnt zu vernachlässigen". Im Zuge der Finanzkrise seien die Daumenschrauben angezogen und Regeln verschärft worden.

Heute sind Verbriefungen gut dokumentierte Wertpapiere.

Sabine Mauderer, Bundesbank-Vorständin

"Heute sind Verbriefungen gut dokumentierte Wertpapiere. Dennoch bleibt die Anlageklasse komplex, mit entsprechenden Anforderungen für Emittenten und Investoren. Eine konservative regulatorische Behandlung ist daher angemessen", stellte die Vorständin fest.

Gleichzeitig müsse der Verbriefungsmarkt auf ein "Level-Playing-Field bauen" können. "So können Verbriefungen Teil des Finanzierungs-Mix sein für die digitale und nachhaltige Transformation - in Deutschland und Europa", resümierte Mauderer.

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