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EZB-Präsidentin Lagarde hält Risiken durch Evergrande für begrenzt

Nach der BaFin für Deutschland sieht jetzt auch die EZB für den europäischen Bankensektor kaum Folgen durch den sich in Schieflage befindenden chinesischen Immobilienkonzern.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde | Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler

Nach der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gibt jetzt auch die Europäische Zentralbank (EZB) Entwarnung: Präsidentin Christine Lagarde sieht durch die Krise beim hoch verschuldeten Immobilienkonzern China Evergrande keine großen Folgen für das europäische Finanzsystem. Die Probleme seien derzeit auf China zentriert, sagte Lagarde in einem am Freitag veröffentlichten Interview des TV-Senders CNBC.

"Für Europa kann ich sagen, dass das direkte Engagement begrenzt ist." Die Europäische Zentralbank (EZB) schaue sich die Situation aber an und beobachte sie, sagte Lagarde. "Die Finanzmärkte sind miteinander verbunden und ich habe sehr lebhafte Erinnerungen an die jüngsten Börsenentwicklungen in China, die sich auf die ganze Welt auswirkten."

Ähnliche Einschätzung der BaFin

Die BaFin sieht das ähnlich und hält daher einen Stresstest bei denen von ihr beaufsichtigten Instituten für nicht erforderlich.

BaFin sieht für deutsche Banken keine Evergrande-Gefahr 

Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, hatte zuletzt erklärt, mögliche Auswirkungen auf US-Unternehmen durch die Schuldenprobleme von Evergrande seien begrenzt. Dagegen warnte die Schweizer Notenbank SNB davor, die Situation zu verharmlosen und es als lokales Problem in China zu betrachten.

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