FinanzBusiness

Commerzbank plant digitale Vertriebszentren als Pilotprojekte

In Quickborn, Düsseldorf und Berlin werden von Oktober an "temporäre Remotcenter" ihren Betrieb aufnehmen. Sie sollen die Folgen der Filialschließungen abfedern. Das bestätigte ein Commerzbank-Sprecher im Grundsatz der Börsen-Zeitung.

Die Zentrale der Commerzbank | Foto: Commerzbank AG

Um die Commerzbank profitabler zu machen, sollen 340 der rund 790 Filialen bundesweit geschlossen werden; 240 davon noch in diesem Jahr. Als Gegengewicht erwägt das Institut die Schaffung von etwa zwölf digitalen Beratungszentren mit zwischen 50 und 100 Mitarbeitern. Das berichtet die Börsen-Zeitung am Donnerstag.

Bereits im kommenden Monat ist geplant, den Betrieb in drei Testzentren aufzunehmen: eines am Comdirect-Standort in Quickborn, die anderen in Düsseldorf und Berlin. Ein Commerzbank-Sprecher bestätigte der Zeitung die Pläne grundsätzlich. Da die Verhandlungen mit dem Betriebsrat noch laufen, wollte er zu Details aber keine Stellung nehmen. Allerdings nannte er die Anforderungen an die künftigen Mitarbeiter.

Es wird sich um attraktive Arbeitsplätze handeln

Ein Sprecher der Commerzbank zur "Börsen-Zeitung"

Da die neuen Beratungszentren das gesamte Dienstleistungsangebot der Bank einschließlich Wertpapierberatung und Baufinanzierungen bieten sollen, würden für die Stellen ausgebildete Bankkaufleute mit Erfahrung in der Kundenberatung gesucht. "Es wird sich um attraktive Arbeitsplätze handeln", fügte der Sprecher hinzu.

Berater aus Filialen sollen in Digitalzentren wechseln

Die neuen Beratungszentren sollen auch als Hafen für einige Mitarbeiter aus den Filialen dienen, die geschlossen werden. Laut des Berichts werden an den drei geplanten Standorten jeweils etwa wohl 100 Berater arbeiten. Bei einem Erfolg könne es ein weiteres Zentrum in Frankfurt geben, kleinere mit zwischen 50 und 75 Beschäftigten wären dann in Hannover, Mannheim, Leipzig/Halle, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, München, Stuttgart und Dresden und bei der Konzerntochter CDS in Duisburg geplant, hieß es.

Vorteil der CDS: Sie ist nicht tarifgebunden, Beratungen wären demnach auch am Wochenende möglich.

Mehr von FinanzBusiness

Volksbank Pirna fusioniert mit Wohnungsgenossenschaft GWG Sebnitz

Als Fusionsstichtag ist der 1. Januar 2022 angesetzt, die Mitglieder- und Vertreterversammlungen beider Genossenschaften müssen allerdings noch zustimmen. Grundsätzlich ist die Volksbank offen für weitere Zusammenschlüsse dieser Art, erfuhr FinanzBusiness vom Vorstandsvorsitzenden des Instituts.

N26 ist vom Absturz von Platz eins auf Platz 17 beim Finnoscore überrascht

Die von der Wiener Beratungsgesellschaft Finnoconsult erstellte Studie zur digitalen Kompetenz deutscher Finanzinstitute brachte ein unerwartetes Ergebnis: N26 verlor die Spitzenposition an die Sparda-Bank Baden-Württemberg und landete im Mittelfeld. Auf Anfrage von FinanzBusiness nimmt die Neobank Stellung.

Lesen Sie auch

Mehr dazu

Neueste Nachrichten

Finanzjob