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IKB profitiert von erhöhter Nachfrage nach langfristigen Krediten

CEO Michael Wiedmann sieht das Institut für das Gesamtjahr "voll im Plan". Mit einem gut refinanzierten Kreditbuch hält das Institut an der Ergebnisprognose für 2021 von nahezu 100 Mio. Euro fest und erwartet eine Eigenkapitalrendite von etwa neun Prozent.

Michael Wiedmann, Vorstandsvorsitzender IKB, IKB-Gebäude in Düsseldorf | Foto: IKB

Die Deutsche Industriebank (IKB) hat im ersten Halbjahr bei einer wieder leicht ansteigender Nachfrage nach langfristigen Krediten ihr Ergebnis gesteigert. Der Konzernüberschuss nach Steuern stieg um 5 Mio. auf 47 Mio. Euro.

Im ersten Halbjahr 2021 haben wir unsere gute Geschäftsentwicklung fortgesetzt und liegen für das Gesamtjahr 2021 voll im Plan.

Michael Wiedmann, IKB-Vorstandsvorsitzender

Der IKB-Vorstandsvorsitzende Michael Wiedmann äußerte sich dementsprechend zufrieden: "Im ersten Halbjahr 2021 haben wir unsere gute Geschäftsentwicklung fortgesetzt und liegen für das Gesamtjahr 2021 voll im Plan", sagte er in der Mitteilung zu den Zahlen.

IKB hält an Prognose fest

Das in Düsseldorf ansässige Institut, das auf die Vergabe von Krediten an mittelständische Unternehmen spezialisiert ist, sieht sich auf einem guten Weg, seine Ziele für das laufende Jahr zu erreichen und hält an der Prognose eines Konzernüberschusses von nahezu 100 Mio. Euro fest. Die Bank rechnet mit Verwaltungskosten von etwa 130 Mio. Euro, einer Cost-Income-Ratio von leicht über 50 Prozent und einer Eigenkapitalrendite (RoE) von etwa neun Prozent.

Die IKB profitiert eigenen Angaben zufolge insbesondere von einer guten Liquiditätsausstattung: Die Loan-to-Deposit-Ratio lag im ersten Halbjahr bei 89 Prozent und die Liquidity-Coverage-Ratio (LCR) bei 205 Prozent. Wie das Unternehmen aber einräumt, ist das Ergebnis durch die Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr (vorher: 1. April bis 30. März) mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 nur bedingt vergleichbar.

Anziehende Nachfrage bei Eigenmittelkrediten

Die Entwicklung des Neugeschäfts wurde im ersten Halbjahr laut IKB weiterhin durch die Coronavirus-Pandemie geprägt. Das Institut hat seine Kunden weiter mit den KfW-Sonderprogrammen unterstützt.

Bei Eigenmittelkrediten zog die Nachfrage an. Hier konnte das Neugeschäft auf 1,7 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Anteil der Eigenmittelkredite am Gesamtvolumen kletterte dabei um 47 Prozentpunkte auf 64 Prozent.

Risikovorsorgesaldo schwingt ins Plus

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft entwickelte sich günstig. Der Saldo lag im ersten Halbjahr bei einem Ertrag von 2 Mio. Euro nach einem Aufwand von 13 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei standen Nettoaufwendungen in Höhe von 13 Mio. Euro Nettoerträgen in Höhe von 15 Mio. Euro gegenüber.

Wie die IKB in ihrer Mitteilung ausführt, ist der Anteil der Non-Perfoming Assets auch nach Beginn der Coronavirus-Pandemie mit einer NPL-Quote von 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) weiterhin niedrig. Dies führt die IKB vor allem auf das robuste Kreditbuch von insgesamt 9,7 Mrd. Euro zurück, das nur einen geringen Anteil an den durch die Pandemie besonders betroffenen Branchen von 161 Mio. Euro enthalte.

Kreditbuch in hohem Maß refinanziert

Mehr als die Hälfte des Kreditbuchs der IKB ist nach Mitteilung der Bank nicht durch Einlagen zu refinanzieren, da es auf Basis fristenkongruenter Fälligkeiten von 5,5 Mrd. Euro durch Fördermittelkredite der KfW Bankengruppe und anderen Fördermittelbanken bereits refinanziert ist. Zudem bestehe ds Kreditbuch weitestgehend aus Krediten an Unternehmen des gehobenen deutschen Mittelstands, so die Bank.

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