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Taunus Sparkasse verdient 2020 mehr und gibt sich für 2021 verhalten optimistisch

Gegen den landläufigen Trend stieg auch der Zinsüberschuss, getragen von einem starken Wachstum im Immobilien-Kreditgeschäft.

Die Zentrale der Taunus Sparkasse in Bad Homburg vor der Höhe. | Foto: Taunus Sparkasse

Die Taunus-Sparkasse hat 2020 mehr verdient und blickt mit "verhaltenem Optimismus" auf das laufende Jahr.

Entgegen des landläufigen Trends in der Branche gelang es dem öffentlich-rechtlichen Institut aus Bad Homburg auch, die Zinserträge zu steigern.

Sie stiegen um 1,7 Mio. auf jetzt 105 Mio. Euro. Hauptursächlich war ein starkes Wachstum im Immobilienkreditgeschäft, so die Taunus Sparkasse auf ihrer Jahrespressekonferenz. Insgesamt weitete sich das Kreditvolumen auf 5,2 Mrd. Euro aus, 2019 waren es 4,4 Mrd. Euro. Dabei legte die Kreditvergabe an Privat- und Gewerbekunden um 3,5 Prozent, im Unternehmenskundenbereich sogar klar zweistellig um 22,1 Prozent zu.

Das gestiegene Kreditvolumen konnte die Taunus Sparkasse problemlos gegenfinanzieren. Denn auch die Kundeneinlagen stiegen deutlich. Bei Privaten um 9,3 Prozent, bei Unternehmen um 15,1 Prozent.

Der Anstieg beim Provisionsüberschuss mit einem Plus von rund 2,6 Mio. Euro oder 7,4 Prozent auf 37,5 Mio. Euro liegt im Wesentlichen in dem gestiegenen Wertpapiergeschäft in allen Kundensegmenten begründet, so das Institut.

Kostenseite weitgehend stabil

Die Kostenseite konnte das Institut fast stabil halten, der Aufwand stieg nur leicht um 700.000 auf 96,0 Mio. Euro an.

Daraus resultierte ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 46,5 Mio. Euro nach 42,9 Mio. Euro ein Jahr zuvor und einer verbesserten Cost-Income-Ratio von 67,1 Prozent nach 69,0 Prozent ein Jahr zuvor.

Aus dem Gewinn des Jahres 2020 hat die Taunus Sparkasse ihr Kernkapital mit insgesamt 21,3 Mio. Euro weiter gestärkt. Die Kernkapitalquote liegt damit stabil bei 12 Prozent. Den Bilanzgewinn bezifferte die Taunus Sparkasse wie im Vorjahr auf 8,0 Mio. Euro.

Teilnahme am EZB-Offenmarktgeschäft

Die Bilanzsumme stieg indes deutlich um 29,3 Prozent auf knapp 7,6 Mrd. Euro. Dieses Wachstum war auch getrieben durch die Teilnahme an dem durch die Europäische Notenbank initiierten langfristigen Offenmarktgeschäft zur Stimulierung des Kundnkreditgeschäfts, hieß es zur Begründung.

Aber auch bereinigt um diesen Sondereffekt stieg die Bilanzsumme getrieben von dem erneut starken Kundengeschäft um 10,1 Prozent auf knapp 6,5 Mrd. Euro. Damit verzeichnet die Taunus Sparkasse das neunte Wachstumsjahr in Folge. Nach Bilanzsumme belegt die Taunus Sparkasse Rang 38 unter den 376 öffentlich-rechtlichen Instituten.

Verhalten zuversichtlich

Ob 2021 das zehnte Wachstumsjahr wird, ließ Vorstandsvorsitzender Oliver Klink zunächst offen, gibt aber an, "verhalten zuversichtlich" in die Zukunft zu sehen. "Trotz weiterer Regulierungen, trotz einer sicher weiter anhaltenden Niedrig-Zinsphase, trotz neuer Rechtsprechungen zu unseren langjährigen Geschäftspraktiken, einer nicht immer nachvollziehbaren Aufsicht und einem weiter zunehmenden Wettbewerb sind wir gut beraten, auf das Einfluss zu nehmen, was wir beeinflussen können. Unsere eigenen Leistungen, also unsere Produkte, unsere Angebote und unsere Beratung", sagte er laut Mitteilung.

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