Bundesbank erwartet "starken Aufschwung" in Deutschland

Aufgrund der allmählichen Wiederöffnung der Wirtschaft erhöht die Deutsche Bundesbank ihre Konjunkturprognose und sagt für 2021 einen kalenderbereinigten BIP-Anstieg um 3,7 Prozent voraus.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann | Foto: picture alliance/dpa
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann | Foto: picture alliance/dpa
Reuters

Die Bundesbank hat angesichts der allmählichen Wiederöffnung der Wirtschaft ihre Konjunkturprognose für Deutschland für dieses Jahr und nächstes Jahr deutlich erhöht.

"Die Deutsche Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft am Anfang eines starken Aufschwungs", teilte sie am Freitag in ihrer halbjährlichen Vorhersage mit. Für 2021 werde nun ein kalenderbereinigter Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7 Prozent statt wie noch zuvor von 3,0 Prozent erwartet. Für 2022 wird ein Wachstum von 5,2 Prozent (Dezember-Prognose: 4,5) Prozent und für 2023 von 1,7 (1,8) Prozent prognostiziert.

"Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise," erklärte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. In den Prognosen werde davon ausgegangen, dass die Corona-Pandemie durch die Impfkampagne rasch und nachhaltig zurückgedrängt und die Schutzmaßnahmen zügig gelockert würden.

Vor allem in den zuvor besonders beeinträchtigten Dienstleistungsbereichen und beim privaten Konsum sorge dies für starke Aufholeffekte. "Schon in diesem Sommer könnte die Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreichen", sagte Weidmann.

Die Bundesbank rechnet jetzt für das laufende Jahr mit einer Inflationsrate von 2,6 Prozent statt wie bisher von 1,8 Prozent. "Dabei sind zum Jahresende vorübergehend Inflationsraten um vier Prozent möglich, erklärte Weidmann. Für das nächste Jahr wird ein Anstieg der Lebenshaltungskosten von 1,8 (1,3) Prozent und für 2023 von 1,7 (1,6) Prozent erwartet.

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