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Einführung der EU-Einlagensicherung stockt

Die Diskussion um die Einführung eines europäischen Einlagensicherungssytems (Edis) ist bei den jüngsten Beratungen der Eurogruppe nicht vorangekommen.

Paschal Donohoe, Präsident der Eurogruppe bei der Videokonferenz der Euro-Gruppe | Foto: European Union

Nach einer Video­kon­fe­renz der Euro­fi­nanz­mi­nis­ter am Frei­tag ist nicht abseh­bar, dass diese den Auftrag ihrer Staats- und Regie­rungs­chefs erfül­len können, bis Juni einen Zeit­plan zur Einführung der EU-Einlagensicherung vorzu­le­gen, berichtet die FAZ.

Einigung muss ausgewogen sein

Nachdem Tuomas Saarenheimo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe zu EDIS, in einem Zwischenbericht den aktuellen Stand vorgetragen hatte, sagte der Vorsit­zen­de der Euro­grup­pe, Irlands Finanz­mi­nis­ter Paschal Dono­hoe, alle würden darin übereinstimmen, dass die Einigung auf eine entsprechende Arbeitsagenda ausgewogen sein müsse. Konkre­te Anga­ben machte er aber nicht.

Wir haben also viel erreicht, aber heute haben sich alle verpflichtet, zu prüfen, wie wir mehr erreichen können.

Paschal Donohoe, Vorsitzender der Eurogruppe, in einer Mitteilung

"Wir haben also viel erreicht, aber heute haben sich alle verpflichtet, zu prüfen, wie wir mehr erreichen können", sagte Donohoe in einer Mitteilung.

Nach Ansicht von EU-Diplo­ma­ten könnte die Edis-Diskus­si­on frühes­tens nach der Bundes­tags­wahl wieder Fahrt aufneh­men, so die FAZ weiter. Zuletzt war ein Hybridmodell im Gespräch.

EU debattiert über Hybridmodell bei europäischer Einlagensicherung

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