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Anleger sind mit der NordLB wegen Fürstenberg Notes im Clinch

Streitpunkt ist die Kündigung stiller Beteiligungsverträge. Die Investoren stehen auf dem Standpunkt, dass die Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

Eine Liegenschaft der NordLB. | Foto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Instititutionelle Anleger streiten sich mit der NordLB. Gegenstand des Disputs ist die von der NordLB erklärte Kündigung stiller Beteiligungsverträge, die vor rund 15 Jahren begebenen Schuldtiteln – Fürstenberg Capital Notes. Dies berichtet die Börsen-Zeitung.

Die NordLB sei nach Ansicht der Anleger bestrebt, eine komplexe Eigenschaft der Anleihen zu nutzen, um ein vermeintlich außerordentliches Kündigungsrecht auszuüben. Dies könne dazu führen, dass die Rückzahlungen der Bank möglicherweise deutlich hinter den ursprünglichen Investitionen der Anleger zurückbleiben, heißt es in dem Bericht.

400 Mio. Euro Nennbetrag

Die Gruppe der Anleger, die sich von der Anwaltskanzlei Quinn Emanuel vertreten lässt, hält rund ein Viertel der Fürstenberg Notes, deren Gesamtnennbetrag 400 Mio. Euro beträgt, schreibt die Börsen-Zeitung.

Denmnach begab die NordLB die Hybridinstrumente 2005, um ihr Kernkapital zu verstärken. Stille Einlagen werden von der Europäischen Zentralbank (EZB) aber nicht mehr als Kernkapital anerkannt. Daher habe die Landesbank die Beteiligungsverträge per Ende 2022 gekündigt, was nach Ansicht des Instituts den Vertragsbedingungen entspreche.

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