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Fusionierte Sparkasse Göttingen erhöht Jahresüberschuss 2020

Im Jahr eins nach ihrem Zusammenschluss mit den Nachbarn aus Münden hat das niedersächsische Institut seine Bilanzsumme und die Einlagen deutlich gesteigert. Minuszinsen sind dennoch kein Thema.

Der Vorstand der Sparkasse Göttingen (von links): Michael Birlin, Rainer Hald und Thomas Scheffler | Foto: Sparkasse Göttingen

"Unsere Sparkasse hat die Widrigkeiten im letzten Jahr bemerkenswert gut gemeistert", sagt Rainer Hald, Vorstandschef der Sparkasse Göttingen – dabei war 2020 zugleich das Jahr der Fusion mit dem Institut aus Münden.

Sparkassen in Göttingen und Münden gehen zusammen 

Zusammen kommen sie jetzt auf rund 800 Mitarbeiter, 30 Filialen und 24 SB-Stellen, und gehören damit heute zu den größten öffentlich-rechtlichen Häusern in Niedersachsen.

Hald zufolge lief die Fusion "sehr erfolgreich", sowohl technisch und wirtschaftlich als auch menschlich. Die Mitarbeiter hätten die Veränderungen äußerst positiv aufgenommen, erklärt er in einer Mitteilung, 94 Prozent arbeiteten gerne bei der neuen Sparkasse Göttingen - was vielleicht aber auch daran liegt, dass es im Umfeld der Fusion keine Kündigungen gab.

Als größeres und leistungsfähigeres Kreditinstitut kann die Sparkasse den bisher bereits erfolgreichen Wachstumskurs weiter fortsetzen.

Rainer Hald, Vorstandschef, Sparkasse Göttingen

"Ein absolut bemerkenswerter Wert, der alle Erwartungen übertroffen hat und auch im Vergleich zu anderen fusionierten Banken und Sparkassen, ausgesprochen hoch ist", findet Hald. Nun gehe es darum, die Zukunft zu gestalten. "Als größeres und leistungsfähigeres Kreditinstitut kann die Sparkasse den bisher bereits erfolgreichen Wachstumskurs weiter fortsetzen."

Die erste gemeinsame Bilanz zeigt, von welcher Basis aus die Sparkasse startet - für nahezu alle Kennzahlen ging es nach oben, für den Vergleich wurden die Summen aus dem Vorjahr addiert. Im Überblick:

  • Das Ergebnis der Sparkasse Göttingen wurde einmal mehr von einem deutlich wachsenden Kundengeschäft geprägt. Die Bilanzsumme erhöhte sich um acht Prozent – auf jetzt 4,35 Mrd. Euro.
  • Der Jahresüberschuss stieg leicht auf 5,9 Mio. Euro, das Betriebsergebnis vor Bewertung lag bei 21,5 Mio. Euro.
  • Die Kundeneinlagen kletterten um neun Prozent auf knapp 3,4 Mrd. Euro. Hald sagt: "Dennoch sind wir bisher dabei geblieben, keine Minuszinsen für die Einlagen unserer Privatkunden zu fordern, wobei wir das Verhalten unserer Mitbewerber natürlich sehr genau beobachten."
  • Das Darlehensneugeschäft erreichte fast 840 Mio. Euro eine neuen Höchststand, trotz hoher Tilgungen wuchs das Kundenkreditkreditvolumen auf über 3,3 Mrd. Euro an. Das entspricht einem Plus von mehr als sechs Prozent.

Inwiefern parallel die Risikovorsorge umgebaut wurde, teilte das Institut auf Nachfrage von FinanzBusiness nicht mit.

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