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Verdi bereitet unbefristeten Streik in Deutsche-Bank-Call-Centern vor

Urabstimmung läuft noch bis zum 28. Januar. Verhandlungsführer Roman Eberle rechnet mit klarem Votum für den Arbeitskampf.

Eine Call-Center-Mitarbeiterin (Symbolbild) | Foto: picture-alliance / beyond/Andreas Bröckel | beyond/Andreas Bröckel

Der Deutschen Bank drohen im Tarifkonflikt mit Verdi unbefristete Streiks in ihren Call-Centern. An diesem Donnerstag beginnt nach Angaben der Gewerkschaft eine Urabstimmung unter ihren Mitgliedern, die bis einschließlich 28. Januar laufen soll.

"Ich rechne mit hoher Beteiligung und einem klaren Votum für einen Streik", sagte Verdi-Verhandlungsführer Roman Eberle am Mittwoch auf Nachfrage. Ein unbefristeter Streik könnte unmittelbar nach Auszählung der Urabstimmung beginnen.

Institut hat kein neues Angebot vorgelegt

Trotz mehrerer Warnstreiks habe die Arbeitgeberseite in den seit Juli laufenden Tarifverhandlungen für die etwa 650 Beschäftigten der Deutschen Bank Direkt GmbH kein neues Angebot vorgelegt, begründete Eberle den Schritt.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Gehalt rückwirkend ab dem 1. April 2020, mindestens aber 150 Euro. Zudem will Verdi eine Wahloption zwischen Geld und Freizeit sowie die Einführung eines 13. Monatsgehaltes durchsetzen. Die Arbeitgeberseite hat nach Verdi-Angaben in den bislang vier Verhandlungsrunden 1,5 Prozent mehr Geld ab November 2020 und ein weiteres Plus von 1,5 Prozent ab dem 1. Januar 2022 angeboten.

Telefonischer Kundendienst und Direktvertrieb

Zu den Aufgaben der DB Direkt zählen neben dem telefonischen Kundendienst auch der Direktvertrieb ausgewählter Bankprodukte der Deutschen Bank. Während der Warnstreiks mussten Anrufer teilweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

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