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Kündigungen soll es bei der Verschmelzung der NordLB mit der Deutschen Hypo nicht geben

Hintergrund der Verschmelzung ist die Restrukturierung der NordLB bis Ende 2023. Die Marke Deutsche Hypo soll aber bestehen bleiben.

NordlB-Zentrale in Hannover | Foto: NordLB

Die heute angekündigte Verschmelzung  der Immobilienfinanzierungstochter Deutsche Hypo mit der NordLB hat mit der laufenden Restrukturierung der Landesbank zu tun. Das sagte ein Sprecher der NordLB zu FinanzBusiness.

"Ziel der Restrukturierung ist es, die Bank schlanker und einfacher zu machen," sagte der Sprecher der NordLB. Bei der Verschmelzung der Deutschen Hypo sollen Kosten eingespart werden, darunter auch für das Personal. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben, wie FinanzBusiness erfuhr.

Die Verschmelzung kommentierte Reinhold Hilbers, Vorsitzender des Aufsichtsrats der NordLB, so: "Die Deutsche Hypo ist ein renommierter Immobilienfinanzierer und verlässlicher Partner für ihre Kunden. Daran wird sich nichts ändern. Im Gegenteil: Wir werden die Marke Deutsche Hypo nicht nur beibehalten, sondern weiter stärken."
 

Integration bringt Kostenvorteile

Hilbers ergänzte: "Durch die Vollintegration in die NordLB ergeben sich deutliche Vorteile auf der Kostenseite, insbesondere durch die Zusammenführung der jeweiligen Stabs- und Zentralbereiche. Damit wird sich auch die Wettbewerbsposition der Marke Deutsche Hypo weiter verbessern."

Die EU hatte die Restrukturierung angeordnet als Bedingung für die staatliche Rettung der Landesbank. Vor allem wegen alter Schiffskredite ist die NordLB 2019 in eine Notlage geraten und musste mit fast neun Milliarden Euro an Steuergeldern vor dem Kollaps bewahrt werden.

Bilanzsumme der NordLB wird gekürzt, Mitarbeiter abgebaut

Im Zuge der Restrukturierung will die Landesbank ihre Bilanzsumme von rund 150 Mrd. auf 95 Mrd. Euro kürzen. Die Zahl der Vollzeitstellen soll zudem auf 2800 gesenkt werden. Derzeit arbeiten knapp 5000 Leute für die Bank, einschließlich derjenigen in Teilzeit. Der Jobabbau soll allerdings sozialverträglich gestaltet werden.

Durch die Restrukturierung soll die Bank erheblich effizienter werden. Die Cost-Income-Ratio soll nach Angaben des Sprechers von derzeit 74 Prozent auf rund 50 Prozent Ende 2023 fallen.

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Dabei zahlt sich eine Gehaltsverhandlung meistens aus - 42 Prozent der Studienteilnehmer gaben eine höhere Gehaltsabrechnung an. Die Rechnung geht auch für Bankangestellte auf. Im Gegenzug hat jeder vierte Deutsche allerdings noch nie eine Lohnsteigerung erzielt.

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