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Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer erhöhten Kreditnachfrage während erster Corona-Welle deutlich

Zudem nahm jeder Zweite unter den Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmern staatliche Soforthilfe in der Corona-Pandemie in Anspruch. Dies ergab eine Umfrage der Schufa.

Wurstbude, die im Sommer 2019 am Flughafen Schönefeld Bio-Currywurst anbietet. | Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg

Corona hat bei Solo-Selbständigen und Kleinstunternehmen einen kräftigen Schub in der Kreditnachfrage ausgelöst.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Schufa, deren Ergebnisse dem ARD-Magazin "Kontraste" vorab vorliegen. Demnach haben im März dieses Jahres 40 Prozent der Befragten mehr Kreditanfragen gestellt als im Vorjahresmonat. Auch die Folgemonate blieben überdurchschnittlich.

Gastgewerbe und Reisebranche sind Spitzenreiter

Besonders drastisch war der Anstieg im Gastgewerbe und in der Reisebranche: Hier wurden im Frühjahr zeitweise 120 Prozent mehr Kredite beantragt als im Vorjahresdurchschnitt. Die Kreditraten würden trotz Krise jedoch zuverlässig bedient.

Im Auftrag der Schufa wurden außerdem rund 700 Solo-Selbständige und 400 Kleinstunternehmer mit bis zu fünf Mitarbeitern zu den staatlichen Corona-Hilfen befragt. Jeder zweite Unternehmer gab an, sie genutzt zu haben. Bei den Solo-Selbständigen war es nur jeder Dritte - für sie waren die Bewilligungshürden jedoch höher.

Die aktuellen Umfrageergebnisse decken sich mit Zahlen, welche die Bürgschaftsbanken im Mai vorgelegt hatten.

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