FinanzBusiness

Exporteure schrauben ihre Erwartungen wieder nach unten

Unter dem Druck der zweiten Corona-Welle kippt die Stimmung in der Exportindustrie erneut, berichtet das Münchner ifo Institut.

Beladung von Frachtschiffen im Duisburger Hafen Foto: picture alliance/Rupert Oberhäuser

Die Stimmung unter Exporteuren trübt sich wieder ein: Im Oktober sind die ifo Exporterwartungen erneut gefallen – zum ersten Mal seit drei Monaten. Der Wert sank von 10,3 Punkten (September) auf 6,6 Punkte. Seinen Tiefstand hatte das Barometer im April 2020 erreicht und lag damals bei minus 49,2 Punkten.

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Sorgen bereiten den Unternehmen vor allem die weltweit steigenden Infektionszahlen, heißt es vom ifo Institut. Mit einem rückläufigen Geschäft rechnen dabei in erster Linie Firmen der Nahrungs- und Getränkeindustrie, zudem Hersteller von Textilien und Bekleidung.

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Allerdings gibt es auch Segmente, die sich im Aufwind sehen. Das ifo Institut verweist insbesondere auf Anbieter elektronischer und optischer Geräte – sie hätten "einen deutlichen Sprung nach oben" gemacht, so Institutspräsident Clemens Fuest in einer Mitteilung.

Auch die chemische Industrie geht ihm zufolge von steigenden Auslandsumsätzen aus. "Der Indikator stieg auf den höchsten Stand seit Dezember 2018", erklärt Fuest.

Die ifo Exporterwartungen basieren auf ca. 2300 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Die Unternehmen werden gebeten, ihre Exporterwartungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen.

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